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	<title>Kommentare zu: 250 Gramm Pop, &#8216;et darf auch gern was mehr sein</title>
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	<description>Finest hirnstürm since 2k</description>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://planet-punk.de/2007/04/27/250-gramm-pop-et-darf-auch-gern-was-mehr-sein/#comment-3335</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2007 18:37:57 +0000</pubDate>
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		<description>Den ersten Absatz kann ich natürlich nur für mich beantworten: Ich bezahle gerne für die kreative Leistung eines Künstlers, aus einer Idee ein Werk zu machen, gleich welcher Form.

Eine Idee gehört sicherlich nicht unbedingt jemandem. Aber einer muss die Idee formulieren. Und das ansich ist in meinen Augen auch eine Leistung. Die Anerkennung dessen ist ja nicht gleichbedeutend mit dem patentieren der Idee. 

Es gibt viele Ideen aber oft nur wenige Kreative, Irre oder sonstige Wahnsinnige, die visionär genug sind, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Meistens kann man - so ist es zumindest meine Erfahrung in meiner Firma - dann aus einer Idee viel mehr machen und dazu gehört auch, dass ich als Entwickler nicht auf meinem Geistesblitz festsitze und niemandem Einsicht in meinen Code gewähre, sondern ich offensiv mit einer Idee umgehe.

Die Qualität der &quot;Ware&quot; Musik und ihrer Präsentation ist doch offensichtlich proportional mit der &quot;Vision&quot;, die da hinter steht: Möchte ich ein gutes Produkt machen, das hervorsticht, oder will ich die schnelle Mark machen, sei es mit einem absolut wertlosen Klingelton (wertlos in materieller als auch ideeller Hinsicht), mit einem nächsten&quot;Superstar&quot; oder oder... Leider verhält sich dann die Marktpräsenz und Durchdringung dieser Produktgruppen umgekehrt proportional zur Qualität.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den ersten Absatz kann ich natürlich nur für mich beantworten: Ich bezahle gerne für die kreative Leistung eines Künstlers, aus einer Idee ein Werk zu machen, gleich welcher Form.</p>
<p>Eine Idee gehört sicherlich nicht unbedingt jemandem. Aber einer muss die Idee formulieren. Und das ansich ist in meinen Augen auch eine Leistung. Die Anerkennung dessen ist ja nicht gleichbedeutend mit dem patentieren der Idee. </p>
<p>Es gibt viele Ideen aber oft nur wenige Kreative, Irre oder sonstige Wahnsinnige, die visionär genug sind, eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen.</p>
<p>Meistens kann man &#8211; so ist es zumindest meine Erfahrung in meiner Firma &#8211; dann aus einer Idee viel mehr machen und dazu gehört auch, dass ich als Entwickler nicht auf meinem Geistesblitz festsitze und niemandem Einsicht in meinen Code gewähre, sondern ich offensiv mit einer Idee umgehe.</p>
<p>Die Qualität der &#8220;Ware&#8221; Musik und ihrer Präsentation ist doch offensichtlich proportional mit der &#8220;Vision&#8221;, die da hinter steht: Möchte ich ein gutes Produkt machen, das hervorsticht, oder will ich die schnelle Mark machen, sei es mit einem absolut wertlosen Klingelton (wertlos in materieller als auch ideeller Hinsicht), mit einem nächsten&#8221;Superstar&#8221; oder oder&#8230; Leider verhält sich dann die Marktpräsenz und Durchdringung dieser Produktgruppen umgekehrt proportional zur Qualität.</p>
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		<title>Von: tante</title>
		<link>http://planet-punk.de/2007/04/27/250-gramm-pop-et-darf-auch-gern-was-mehr-sein/#comment-3332</link>
		<dc:creator>tante</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2007 14:17:20 +0000</pubDate>
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		<description>Die zu Grunde liegende Frage ist meiner Meinung nach eher, für was man denn eigentlich Geld zahlt.

Ich glaube nicht an den Begriff des geistigen Eigentums. Der Begriff wurde gewählt wegen seiner scheinbaren Evidenz:
&quot;Eigentum&quot; kennt man und &quot;geistig&quot; heisst &quot;im Kopf&quot;. Alles klar!

Nur wurde nie die Frage gestellt, ob wir wirklich wollen, dass jemandem eine Idee gehören darf.

Wenn man sich auf den krassen &quot;geistiges Eigentum&quot; Begriff der Musikindustrie einlässt, folgt, dass man auch mathematische Sätze besitzen kann, den Zugriff darauf beschränken darf; denn Mathematik und Musik sind doch letzten Endes nur zwei Dialekte derselben Sprache.

Wir haben uns leider dran gewöhnt solche Begriffe klaglos zu übernehmen, gerade wo sie ja oft auch wirklich so &quot;logisch&quot; sind. Aber die Eigenschaften von Materiellen Gütern so mir nichts dir nichts auf immaterielle Entitäten zu übertragen, muss zu Widersprüchen führen.

Betrachten wir mal das (grossartige) neue Nine Inch Nails Album &quot;Year Zero&quot;: Die Lider sind vorher bewusst im Netz verbreitet worden (weil klar war, dass sie dort landen). Die CD im Gegenzug hat jede Menge Gimmicks, tolles Booklet, alles was man sich so wünscht (vergleichbar zur letzten Tool Scheibe). Nur so kann man mit Platten Geld verdienen.

Ist aber ja auch alles nix neues, die Ratten der Contentindustrie versuchen, das sinkende Schiff mit Gewalt und Gesetzen über Wasser zu halten so lange es geht, jedes Jahr, in dem es einfach so weiter geht bringt billige Gewinne ohne dass man sich Gedanken machen müsste.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die zu Grunde liegende Frage ist meiner Meinung nach eher, für was man denn eigentlich Geld zahlt.</p>
<p>Ich glaube nicht an den Begriff des geistigen Eigentums. Der Begriff wurde gewählt wegen seiner scheinbaren Evidenz:<br />
&#8220;Eigentum&#8221; kennt man und &#8220;geistig&#8221; heisst &#8220;im Kopf&#8221;. Alles klar!</p>
<p>Nur wurde nie die Frage gestellt, ob wir wirklich wollen, dass jemandem eine Idee gehören darf.</p>
<p>Wenn man sich auf den krassen &#8220;geistiges Eigentum&#8221; Begriff der Musikindustrie einlässt, folgt, dass man auch mathematische Sätze besitzen kann, den Zugriff darauf beschränken darf; denn Mathematik und Musik sind doch letzten Endes nur zwei Dialekte derselben Sprache.</p>
<p>Wir haben uns leider dran gewöhnt solche Begriffe klaglos zu übernehmen, gerade wo sie ja oft auch wirklich so &#8220;logisch&#8221; sind. Aber die Eigenschaften von Materiellen Gütern so mir nichts dir nichts auf immaterielle Entitäten zu übertragen, muss zu Widersprüchen führen.</p>
<p>Betrachten wir mal das (grossartige) neue Nine Inch Nails Album &#8220;Year Zero&#8221;: Die Lider sind vorher bewusst im Netz verbreitet worden (weil klar war, dass sie dort landen). Die CD im Gegenzug hat jede Menge Gimmicks, tolles Booklet, alles was man sich so wünscht (vergleichbar zur letzten Tool Scheibe). Nur so kann man mit Platten Geld verdienen.</p>
<p>Ist aber ja auch alles nix neues, die Ratten der Contentindustrie versuchen, das sinkende Schiff mit Gewalt und Gesetzen über Wasser zu halten so lange es geht, jedes Jahr, in dem es einfach so weiter geht bringt billige Gewinne ohne dass man sich Gedanken machen müsste.</p>
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