
Ich möchte ganz kurz mal auf die Aktion “Gegen Synchronisation” bzw. “Against dubbing” der geschätzten Adastra aufmerksam machen:
In Deutsch Gegen Synchronisation und in Englisch: Against dubbing.
Ich bekomme immer wieder regelmässig die Krise, wenn ich sehe, was Sender wie RTL2 aus fantastischen Serien wie Battlestar Galactica, True Calling und vielen anderen mehr machen: Ein weichgespültes Einheitsdeutsch von nicht zur Handlung passenden und lieblos ausgesuchten Synchronsprechern.
Natürlich muss man sich mehr auf den Originalton konzentrieren, sieht aber dafür eine Show, wie sie der Regisseur geplant hat. Zu einem Schotten (z.B. Desmond in Lost) gehört halt auch der schottische Akzent und Dialekt.
In meinen Augen ist die momentane Entwicklung im Bereich TV eine Katastrophe. Es werden Unsummen investiert, um das Volk von der Aufnahme eines Privatkredits für den Kauf eines neuen Flatscreens zu überzeugen, weil der ja unbedingt notwending ist, aber für Nutzung vorhandener Technik, namentlich Zweikanalton, ist anscheinend nur auf Spartenkanälen wie ARTE Geld vorhanden. So hat bleibt dem Zuschauer bis zur DVD Veröffentlichung noch nicht mal die Wahl, was er denn gerne hören möchte. Und diese ist oft genug lange nach der Originalausstrahlung, da Sender oftmals Lizenzen kaufen, diese aber nicht sofort verwerten.
Mehr zum Thema auf der oben verlinkten Seite.




Danke
Ich hab dich auch mal verlinkt, wenn das ok is. Hoffe das es irgendwann doch nochn paar mehr Unterschriften geben wird… Wobei ich bis jetzt auch nur Werbung auf StudiVZ gemacht hab – mehr kommt aber noch.
Sicherlich ist das ok.
Oh-ha…. Ausgerechnet in dem Laden? Da bin ich aber mal sehr gespannt.
Ja, da gibts ne menge “anti-synchro” gruppen, teilweise mit 200-500 mitgliedern – natürlich gucken davon höchstens 10% mal auf die gruppenforen, aber was solls…
Ehrlich gesagt find ich die deutschen Synchros gar nicht so schlimm wie ihr Ruf, teilweise sogar richtig gut. Gerade bei BSG, z.B. der Admiral Adama ist doch großartig synchronisiert. Das manchmal etwas Sinn verloren geht, liegt auch oft im Wesen der Übersetzung begründet. 1 zu 1, unter Beibehaltung sämtlichen Wortwitzes ist eben nicht immer möglich. Und wie willst Du einen schottischen Akzent ins Deutsche übertragen? Das würde unfreiwillig komisch wirken, egal ob Du es nun auf schottisch versuchst oder ein passendes Äquivalent im Deutschen nimmst (Schwäbisch? Berlinerisch?).
Okay, die Übersetzungen bei Buffy waren teilweise wirklich verheerend…
Oh Gott, sie hat Jehova (ähm StudiVZ) gesagt!
[...] Michael postet heute über die Aktion “Gegen Synchronisation“. [...]
maloXP: Zugegeben, bei BSG hat mich alleine schon das Umfeld (ständige Werbung, in-film Werbung (k.A., ob die Laufschriften so heissen, die ständig eingeblendet wurden) genervt… Im Original passt die Stimme halt in meinen Augen besser zum Charakter, etwas verwittert und schroff.
Sicherlich kann man die Eigenarten der Sprache, wie Akzente nicht übersetzen. Aber das ist gerade der Knackpunkt. Man nimmt den Geschichten dadurch etwas. Man hört in Lost nicht mehr, dass die Menschen aus allen Teilen der Welt kommen und es wird einem auch durch nichts deutlich gemacht. Ich seh das eher in englischsprachigen Filmen, in denen die Deutschen halt Deutsch sprechen. Die werden dort auch nicht übersetzt, nur untertitelt. Z.B. im letzten Bond, der Schweizer, der auf “Switzer Deutsch” daherkommt… Wenn man mal die englische Tonspur anmacht, wirkt das ganz anders, find ich.
Was ich persönlich schade finde ist die Tatsache, das man trotz vorhandener technischer Infrastruktur meistens nur die Wahlfreiheit hat, DVDs zu kaufen oder zu leihen, wenn man etwas im Original sehen und hören möchte. Wegen mir kann und soll man ruhig weiter synchronisieren, der Markt ist ja da. Es wäre halt schön, wenn es Alternativen gäbe.
Was habt ihr denn alle gegen StudiVZ? ^^ Ich finds auch ziemlich öde da, aber man findet echt so ziemlich alle leute aus der Vergangenheit wieder, zB das halbe Wackenforum (dh der nette Teil) oder sowas. Obwohl ich zugeben muss das ich mich auch wieder abmelden würde, wenn da nicht die 2-3 Leute wären mit denen ich nur über StudiVZ kontakt habe, oder die manchmal doch hilfreichen Gruppen.
Das Problem mit der Synchro in Deutschland ist das die Menschen einfach zu blauäugig sind und von vornherein abstreiten Filme mal nicht auf Deutsch zu gucken. Dadurch merken sie nicht was sie verpassen sondern lassen sich von halbwertigen Filmen berieseln, die oft nicht mehr wirklich soviel Sinn machen wie im Original….
Und Stimmen. Ich bin absoluter Stimmenfanatiker. So Schauspieler wie Clive Owen oder Jack Nicholson finde ich allein wegen der Stimme toll.
Was ich gegen StudiVZ habe? Nichts wirksames, sonst wäre der Schandfleck des Internets längst weg
Ich werf einfach mal diesen Link in die Runde. Leider sind die Diskussionen weitestgehend eingeschlafen, sonst würde ich Popcorn und Bier dazu empfehlen.
Alleine, dass die ganze Geschichte technisch eine Katastrophe ist oder zumindest war, ist schonmal ganz spannend.
Und die Macher machen ja auch ganz lustig weiter…
Naja, ich brauch das nicht, dürfte noch nicht mal, bin ja kein Student.
Naja, ist ja auch nicht wirklich nur für Studenten; ein großer Teil der Mitglieder ist offensichtlich nicht Student.
Letzten Endes ist StudiVZ characterisiert durch zwei Dinge:
a) Es ist eine Studie darüber, wie widerlich Menschen werden können (offener Rassismus, Antisemitismus und Sexismus werden geduldet); wie widerlich und wie gedankenlos (guck mal nach, wie viele Leute “politische Überzeugung” ankreuzen, in einem offenen Forum wie dem dort).
b) Bei StudiVZ geht es vor allem darum, den virtuellen Avatar aufzublasen, so weit es geht, um Kontakt zum jeweils präferierten Geschlecht bzw. des Angehörigen eben dieses zu bekommen (zumindest für die meisten Kerle ist das der offensichtliche Impetus).
Nun kann man dem gegenüber stehen, wie man will, ich halte beides für extrem unschön.
Ah, das ist ein Diskussionsthema passend zur Hitze: Nicht ganz wichtig, aber doch (zumindest für jeden Seriengucker) von Belang.
Damit meine ich natürlich nicht dieses unsägliche Überwachungsinstrument StudiVZ, auf dem sich eine unfassbare Zahl junger Menschen – offensichtlich mit Pläsier – der Totalüberwachung hingibt, bloß um die eigene gefühlte Geilheit und/oder Bekanntschaftschancen zu maximieren und sich in der Masse wohlzufühlen…
Also zurück zum eigentlichen Thema: Besonders dem Punkt “lieblos ausgewählte Sprecher” muss ich widersprechen.
Bleiben wir mal bei Battlestar, ich habe erst kürzlich die ersten drei Staffel gesehen, 1&2 synchronisiert, die 3. im Original-Ton.
Mir ist gerade bei dieser Serie aufgefallen, dass man sich viel Mühe gegeben hat deutsche Sprecher zu wählen, die den Originalstimmen sehr nahe kommen.
Außer bei Sharon – was die Verantworlichen dazu bewogen hat einer im Original tiefstimmigen Frau eine weinerliche Klein-Mädchenstimme zu verpassen wird mir ein Rätsel bleiben.
Aber z.B. geht Baltar zwar sein versnobtes British verloren, dafür trifft der deutsche Sprecher den Ton der permanente Hysterie, Baltars gespielte Seriösität usw. sehr gut. Überhaupt finde ich, dass die Synchronsprecher der meisten Hauptcharaktere Stimmlagen&Sprechweisen der Schauspieler gut imitieren können, bspw. Tigh, Lee, Six.
Auch die deutsche Stimme des alten Adamas finde ich passend, da Adama eben nicht nur schroff ist, sondern auch sehr emotional & väterlich (btw: ich finde es toll, dass bei BSG auch die Männer weinen) – und da gefällt mir die deutsche Stimme sehr gut.
Lost allerdings könnte ich nie wieder auf Deutsch gucken, dafür sind mir die Englischen Stimmen mittlerweile zu vertraut. Dennoch passen auch hier meiner Meinung nach bei meisten der ausgewählten Synchronsprecher.
Natürlich wird eine Synchro nie das Unmittelbare einer Originalaufnahme ersetzen können, aber wenn der Text gut übersetzt wurde macht es mir mindestens genauso viel Spaß. Hier hakt es leider, meistens ist die Übersetzung nämlich lausig.
Bei Buffy z.B. tat die grottige Übersetzung mir oft einfach weh in den Ohren. Anstatt dass man den härteren Humor des Originaltons übernommen hat, schien man der Ansicht zu sein, bloß weil Pro7 alles tat die Serie als absoluten Teenie-Scheiß zu verhunzen, müsse auch die Übersetzung platt und witzlos daherkommen…
Zu guter Letzt: Fernsehen abschaffen ist ein Gewinn wenn man Serien genießen will. Seit ich das greuseligen Promotion-Gekreische und Werbeunterbrechungen von 20 Min. nicht mehr ertragen muss, machen mir die Serien viel mehr Spaß.
Inhaltlich stimme ich Dir bei, was BSG angeht, was die Synchronisation angeht: Mich haben die ersten paar Folgen auf Deutsch so geärgert, dass ich es gelassen habe, das anzugucken.
Ausserdem hat RTL2 einem es auch die gefühlten ständigen Änderungen des Senderplatzes schwer gemacht, dem Zeugs zu folgen.
Es kommt halt alles immer auf einmal sag ich mal…
Ich wollte Buffy nie gucken, weil ich halt dachte, och, die nächste belanglose Teenie Serie… Bis mir jemand die DVDs in die Hand drückte…
Zum Thema Text gut übersetzt: Wer kommt auf die Idee True Calling mit “Schicksal reloaded” zu untertiteln? Ich meine, ist das im allgemeinen Empfinden “witzig”?
Buffy wollte ich eigentlich auch immer mal schauen, damals. Aber meist war ich da noch zu jung und es kam abends viel zu spät. Als ichs dann mal geguckt hab, hab ich nich so wirklich viel gerafft (und war zusätzlich etwas genervt von manchen Characteren (riley oder so) und von etwas zu viel Drama), warum auch immer – ich schätz mal das müsste man wie so manch andere Serie (Six Feet Under, L Word) von Anfang an schauen um’s zu raffen.
Hab mich ewig gegen Buffy gewehrt, dann aber doch eingeknickt, weils von Joss Whedon ist.
Und man muss sagen, im Originalton sehr sehenswert und noch nichtmal nur triviale Unterhaltung. Man merkt Joss’ Existentialismus aus jeder Zeile tropfen ohne dass es dabei nur quengeliges Generve wird (sondern es ist oft sogar hochgradig witzig).
Kann ich also durchaus empfehlen.
Um nochmal auf die Aktion “Gegen Synchronisation” zurück zukommen: Das Argument, dass es ein Gewinn ist Filme und Serien in OmU zugucken stimmt natürlich absolut, wenns um Sprachenlernen geht.
Als ich vor ein paar Jahren realisierte, dass es Länder gibt, in denen es so gehand habt wird und die Leute deswegen Fremdsprachen spielend lernen, war ich neidisch und empört, weil man es hier zu Lande nicht so macht. Mittlerweile hat sich meine Empörung gelegt, dennoch wäre es sinnvoll, wenn die Sendungen im Zweikanalton mit Untertiteln angeboten würden. Untertitel gibts ja sowieso oft für Gehörlose (wie ist das im Privatfernsehen?), wäre eigentlich kein Aufwand. Aber irgendwas sagt mir, dass unser auf Profitmaximierung fixiertes TV keinen sonderlichen Nutzen darin sehen wird…
Buffy kann ich auch nur empfehlen, besonders, da Whedon – vor allen in den späteren Staffeln – viel Mut zum Rumexperimentieren bewiesen hat.
I Living in belguim with us is everting in the originel versie and subtitels