30. Oktober 2007

Queen rock Montreal [Reprise]

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Queen Montreal

Was für ein fantastisches Livealbum. Das ganze gab es zwar schon länger als Bootleg, aber von dieser Aufnahme bin ich nun mal echt hin- und weg. So gut ich Queen + Paul Rodgers fand, damit konnten sie 2005 bei weitem nicht mehr mithalten.

Queen Rock Montreal bei Amazon.de.

Edit:

Ein paar Tage später, die CD Version ist eingetrudelt und ich muss mich nicht mehr nur mit einem kompletten Stück und sonst nur Snippets aus dem iTunes Musik Store zufrieden geben. Die CD läuft… und läuft… und läuft. Ich bin hin- und weg. Dieses Livedokument, wenngleich auch ordentlich aufgemacht mit Pro Tools, ist das Zeugnis einer Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Wie ganz richtig im Booklet steht: Queen vor der Hot Space Ära, keine Synthies, nur 4 Menschen die Spaß am Spielen haben und mit einer Energie ein Konzert bestreiten, dass man schon von den ersten zwei Liedern vom Stuhl geblasen wird.

Eigentlich wollte ich gar nichts mehr über die CD geschrieben haben, zumal Eagle Rock noch nicht mal auf Promo Anfragen reagiert hat… Vielleicht weil die Sat1 als Sponsor gewonnen haben, dessen dämliches Logo auf der CD Hülle prangt. Aber, das Konzert ist zu gut. Der ganze spätere Pop Crap fehlt und dafür gibt es Dragon Attack, eine fantastische Version von Keep Yourself Alive, eine ebenso gute We Will Rock You [Fast] Version und selbst obskure Titel wie Get Down, Make Love vom mittlerweile auch 30 Jahre altem Album “News Of The World” um die Ohren.

Was mich ganz besonders freut, das John Deacons geniales Bassspiel im neuen Mix mal endlich gewürdigt wird. Gestern Abend hatte ich das Gefühl, mein Schreibtisch bebt und eben im Auto konnte ich mir vom Basslauf in Another One Bites The Dust den Rücken massieren lassen. Ganz fantastisch.

Überhaupt, Justin Shirley-Smith, Kris Fredriksson und Joshua J. Macrae gelingt der Spagat zwischen einem lauten Album, das selbst auf kleinen Boxen Druck hat und einem nicht nervtötendem Mix, einfach Perfekt, zumindest in meinen Ohren. Hut ab!

Das Konzert selber ist von 1982 und es ist traurig, das es etwas vergleichbares wohl so schnell nicht wieder geben wird.

Auch wenn ich mich sehr auf das neue Die Ärzte Album freue, muss sich nach dieser positiven Überraschung erstmal zeigen, was denn für mich das Album des Jahres ist…

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Tu das nicht!

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Ohne Worte:

Tu das nicht, Du Schwein!

Fantastisch, unbedingt bis zum Ende hören.

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29. Oktober 2007

Jazz ist anders: Hörproben

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Kurz und knapp, auf bademeister.com gibt es unter diesem Link endlich ein paar Mp3 Schnippsel zum Download als Vorgeschmack auf das am Freitag erscheinende Album Jazz ist anders, dem ersten Die Ärzte Album seit 2003. Klingt gut, sehr rockig und roher als die letzten Alben. Ick freu mich :)

Edit: Der letzte Song der EP, Wir sind die Lustigsten, hat mir jetzt schon den Tag gerettet… Udo Jürgens auf Speed. Wie schön.

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28. Oktober 2007

Selbstzweck

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Achtung, es folgt Befindlichkeitsbloggen:

Es gibt Tage, an denen hat man zwangsweise den Eindruck: Es funktioniert nichts, alle anderen Menschen sind Idioten und wer den Scheiß hier verbockt hat, kann sich jetzt bitte die Schelte abholen.

Früher mochte ich ja gerne an Computern schrauben, am Betriebssystem einstellen, bis alles so lief, “wie ich wollte”. Seien wir doch mal ehrlich, leider ist das ein “Wie ich will” viel zu oft ein “So, das es am wenigsten Scheiße ist” Problem. Das wurde jedenfalls alles “besser”, als ich den ersten nicht mehr komplett selbst “zusammengestellten” PC kaufte und wurde richtig gut mit dem ersten Mac, einem iBook G3.

Die Hardwareschrauberei hörte damit fast komplett auf (auch wenn ich bis jetzt jeden Mac hier mehr oder weniger geöffnet habe (iMac Platte getauscht, Mac Mini Ram eingebaut, erwähntes iBook vor dem Tod gerettet usw.), bleibt noch das Betriebssystem über.

In Sachen OS bin ich – insbesondere, wenn es sich um meinen Hauptrechner mit sämtlichen Daten handelt – ein Gewohnheitstier: Ich habe gerne meine Dateien dort, wo sie “immer” waren und Verknüpfungen sollen bitte das machen, was sie immer machten. Das soll jetzt nicht heißen, das ich nicht gerne neue Sachen ausprobiere, ganz im Gegenteil. Seitdem ich zum Beispiel einen Server mit Debian Linux habe, hat Linux als Server OS viele Vorurteile aufgelöst, die ich mir vor 5 bis 6 Jahren ihm gegenüber als Desktop OS angewöhnt habe.

Jedenfalls habe ich in den letzten zwei Tage Mac OS X Leopard installiert, der Link führt zu meinen Eindrücken.

Das Update war wie gesagt reibungslos, soll auch gar nicht Thema dieses Posts sein. Vielmehr die Zeit, die ich anschließend aufgewendet habe, mir meinem “Desktop” wieder anzupassen, zu “tunen” bis alles wieder “optimal” war. Es ist seltsam, wenn man denkt, diese Zeit hat man hinter sich und dann Pustekuchen, ist der dusselige Computer doch wieder nur Selbstzweck und kein Werkzeug.

Ich kenne mich ja schon länger und versuche zur Zeit, mich nicht zu sehr über mich zu ärgern, das ich diesbezüglich immer wieder auf diese Sirenengesänge reinfalle, aber geht das nur mir so? Das nur ein, zwei Kleinigkeiten nicht stimmen und das führt dann dazu, das man den restlichen Tag nicht ansprechbar ist, weil man den Rotz so haben möchte, wie man es für richtig hält? Muss sich auch nicht um Computerspezifische Dinge handeln… Ich denke, es ist mit vielen Sachen so:

Dinge verwandeln sich aus einem Werkzeug in einen Selbstzweck und rauben einem Lebenszeit.

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25. Oktober 2007

Langeweile

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Normalerweise schreibt Adastra ausführlich über Langeweile, mit und ohne Internet…

Im Moment reihe ich mich da ein, ich hab schon aus Frust hier so’n Portal Dingens für meinen Namen gepimpt: michael-simons.eu und gerade im Moment mache ich auch mal sowas wie Liveblogging über ‘nen Workshop in Frankfurt und zwar hier, auch wenn das vermutlich jetzt mal gar keinen interessiert und ich mir dort schon die Frage mit dem Baum und dem Wald gestellt habe.

Wenn ich in meinem Feedreader in absehbarer Zeit noch mal eine “Mac OS X Leopard Versandbestätigung JETZT auch in Deutschland” o.ä. lese, platze ich vermutlich und Frankfurt ist weg von der Landkarte. Gleiches gilt für das obligatorische “Kreditkarte liegt bereit” wenn die Firma mit dem Apfel wieder was neues verkündet: Ich kann es nicht mehr hören / lesen.

Wenn ich schon dabei bin, könnte ich mich über die Baustelle vor meiner Haustüre aufregen, die jetzt für 10 Monate da sein wird und dazu führt, dass eine Bundesstrasse direkt durchs Wohngebiet umgelenkt wird, vorbei an meinem Schlafzimmer.

Generell muss ich im Moment glaube ich auf meine (noch nicht) vorhandenen Magengeschwüre aufpassen… Oder anders gesagt: Lächeln, bevor man mit unter 30 schon verbittert ;)

Ein letztes noch: Wenn niemand an den Satanischen Pferden Interesse hat, gehts doch zum Onlineauktionator. Pff, waren wohl alle beim MC Winkel beschäftigt, sich in den Kommentaren zu zerfleischen… Erinnerte ja teilweise ans Heiseforum.

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22. Oktober 2007

Ingrimm – Ihr sollt brennen

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Gerade schallt mir Ihr sollt brennen von Ingrimm um die Ohren.

Ingrimm ist eine weitere Mittelaltermetalband, die unter dem Motto “Das Mittelalter rockt” firmiert. Bevor ich den Schubladenbegriff Mittelaltermetal hier aufgeschrieben habe, habe ich tatsächlich mal nachgeschaut, ob es ihn so wirklich gibt. Immerhin, es gibt einen Wikipedia Eintrag dazu. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands dieses Genre ist die Band aus Regenburg mit gerade mal 4 Mitgliedern recht klein.

Ingrimm

Wenn man “Mittelaltermetal” auf den oder die Dudelsäcke und deutsche Texte reduziert, Folk- und vor allem textliche Einflusse streicht, dann sind Ingrimm sicherlich eine “Mittelaltermetal” Band. Völlig wertfrei würde ich es eher umgekehrt beschreiben: Ingrimm spielen Death Metal und akzentuieren ihre Musik mit Dudelsack und Drehleier. Nichts gegen Death Metal, höre ich auch, aber mehr so’n Frickelzeugs wie Meshuggah, späte Death und Carcass.

Auf dem Debutalbum präsentieren sich 11 mehr oder weniger abwechslungsreiche Tracks dem Hörer. Es gibt viel Doublebassgetrümmer, rifflastige Gitarren, das ganze garniert mit einer Mischung aus cleanen Vocals und Black-Metal-Growls. Die Stimme des Sängers und seine Art, zu singen erinnert an das “Letzte Einhorn” von In Extremo. Die “mittelalterlichen” Instrumente tragen in den wenigsten Fällen zur Grundstruktur der Songs bei, sondern sind eher schmückendes Beiwerk. Die Flöten klingen leider nach einfachen Samples und weniger nach echtem Instrument.

Mir persönlich gefallen die ruhigeren oder midtempo Stücke des Albums, z.B. Vagantenlied und Letzte Reise am besten, da man dort die “filigranen Arrangements” noch am ehesten hören kann und Text und Melodie weniger in den Hintergrund tritt.

Für ein Debütalbum ist Ihr sollt brennen sicherlich ein solides Machwerk und wer sich vorstellen kann, In Extremo mit weniger “Neuer deutscher Härte” und mit mehr “Death Metal” zu mögen, der wird sicherlich mit Ingrimm glücklich werden. Wolf und das erwähnte Letzte Reise zeigen, das die Band Potential hat und nicht nur Vollgas kann.

Ingrimm

Ich persönlich bin mittlerweile eher in der Folkecke (Eric Fish, Schandmaul, Schelmish) angekommen. Wenn ich deutschen Death hören möchte, dann bleibe ich lieber bei den Apokalyptischen Reitern, aber auch deren Debütalbum Soft & Stronger hatte noch nicht viel mit den ausgefeilten Kompositionen von z.B. Riders On The Storm zu tun.

Ich hoffe für Stephan, Alex, Klaus und Christian von Ingrimm, dass ihr Projekt nicht in der momentanen Welle aus Mittelalter- und Paganmetal untergeht. Viel Erfolg mit eurem Debüt.

Ihr sollt brennen erscheint am 16.11.2007 auf Black Bards Entertainment.

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Monatsarchiv für Oktober 2007.

Konzerte & Tourneen...

Neulich gehört...

  1. Simon Phillips - Euphrates
  2. Simon Phillips - ESP
  3. Simon Phillips - Mountain High
  4. Simon Phillips - Kumi Na Moja
  5. Simon Phillips - Eyes Blue For You
  6. Simon Phillips - Freudian Slip
  7. Simon Phillips - POV
  8. Simon Phillips - Jungleyes
  9. Phil Collins - Goin' Back
  10. Freddie Mercury - Goin' Back