Manchmal kann ich es kaum glauben, dass es schon 8 Jahre her ist, dass ich die Domain planet-punk.de registriert habe.

In den 8 Jahren ist einiges passiert und vor rund einem Jahr habe ich mein eigenes “Blog” System über den Haufen geworfen, mich von einer ganzen Hand voll schöner CSS Designs, die man hier noch sehen kann, getrennt und bin auf WordPress umgestiegen.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich die WP Versionen, die ich damals nutzte, anpassen musste, damit sie auch tatsächlich UTF8 in der Datenbank speicherten und auch sonst war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen (im Moment wird es im übrigen wieder schlimmer, habe ich das Gefühl). Nichts desto trotz, so viel Spaß ich auch mit meiner eigenen Software hatte, soviel Arbeit hat mir WP letzten Endes auch abgenommen und es mir ermöglicht, mehr zu schreiben und Zeit für Eigenentwicklung besser in mein Projekt Daily Fratze zu investieren.

Nach wie vor schreibe ich immer noch über alles, was mir durch den Kopf geht und was ich für “bloggenswert” halte und meistens mehr als 1, 2 Sätze hergibt.

Meine Postingfrequenz ist deutlich niedriger geworden als noch zu Anfangszeiten meiner WP Zeit, aber das muss ja nichts schlechtes sein. Ich hatte und habe nicht vor, aus dem ganzen hier einen Sport zu machen. Wenn es mal nichts zu sagen gibt, dann ist das halt so. Da liegt es mir fern, einen auf attention whore zu machen, mit viel blah blah angeblich irgendwelche Datenbanken zu löschen und wenig später mit viel Tamtam wieder aufzumachen. Sicher, es ist sowohl 2001 und 2003/04 vorgekommen, dass ich das ganze Zeugs gelöscht habe, ein hübsches Bildchen auf die Startseite gepackt habe und danach von vorne angefangen habe; der Tag allerdings, an dem ich sage, das wars endgültig mit Planet-Punk.de ist auch das letzte Wort. So konsequent sollte man schon sein.

Wie auch immer, ich mag Grafiken und deshalb hier mal eine Zusammenstellung der Anzahl Beiträge sowie unique vistors je Monat:

Hinzukommen tatsächlich noch rund 50 Feedleser im Monat. Was die hier machen… Keine Ahnung ;) Der Anstieg an Besuchern im November letzten Jahres hängt vermutlich nicht mit der gesunkenen Anzahl Texte zusammen, sondern eher mit diesen beiden Artikeln, beide die mit weitem Abstand am häufigsten gelesenen gefundenen Texte in den letzten 10 Wochen.

So wie sich meine Lesegewohnheiten geändert haben, hat sich in meinen Augen auch meine Art und Weise zu schreiben geändert. In den Club der “coolen” A-Blogger rein zu wollen ist letzten Endes vermutlich eh nicht erstrebenswert, da mache ich lieber meinen eigenen Verein auf, in den sonst keiner reinkommt ausser mir ;)

Ich hatte für einige Zeit Textads sowie tatsächlich auch kurzfristig Google Werbe Dinger auf Planet-Punk.de, aber nach einigen recht spannenden Diskussionen hier und einigem Grübeln ist das Zeugs doch wieder recht schnell hier runter geflogen. Es passt nicht zu mir und nicht zu diesem Blog.

Die Anzahl der CD-Reviews ist deutlich angestiegen. Dazu möchte ich erwähnen: Ich hör das Zeugs tatsächlich. Ich schreibe nicht über etwas, was ich mir nicht auch so anhören würde. Mein Musikgeschmack ist, freundlich gesagt, halt etwas speziell. Ab und zu darf es gerne Mainstream sein, aber genauso gerne höre ich extremen Metal, Punk und auch so etwas wie Ghosts, alleine um derartige Projekte zu unterstützen. Ich schreibe halt gerne und wenn ich etwas über eine CD schreibe, dann habe ich obendrein noch einen guten Grund, mich mit der Musik zu beschäftigen, anstatt es nur nebenbei laufen zu lassen. Wem die Texte nicht gefallen, braucht sie ja nicht zu lesen, sie sind ja eindeutig als das getaggt, was sie sind.

Ich würde nicht auf den Gedanken kommen, für jede Kategorie ein eigenes Blog aufzumachen, bin allerdings immer noch ganz zufrieden mi der Entscheidung, 90% des Computerkrams hier hin ausgelagert zu haben, wo ich mir dann auch die Freiheit nehme, meine Mitmenschen mit meinem Englisch zu schockieren. Immerhin, es gibt tatsächlich geschätzte 3 bis 5 Leser, das sich das Zeugs reinfahren. Ich glaube nicht, dass die dortigen Themen hier eine Nische zwischen dem gelegentlichen Rant, Konzertberichten und absolut unpunkigen Urlaubsfotos finden würden. Ab und zu wundere ich mich, dass ich es mit Planet-Punk noch nicht geschafft habe, anderen Bloggern so auf die Füße zu treten, dass sie Antworten auf meine Posts geschrieben haben, so wie es mir mit Grails und RMagick gelungen ist.

Vielleicht sollte ich hier wieder weniger Rücksicht nehmen. Die hat sich vor einigen Jahren hier eingeschlichen, als ein Mensch im privaten Umfeld die absurdesten Vorwürfe und Unterstellungen wegen meiner Festivalberichte und -fotos gemacht hat… Na ja, gebranntes Kind und so.

Eine Änderung, für die ich mir wahrscheinlich in endlicher Zeit noch mal Luft machen werde, ist ein neues Design. Mir gefallen diese “Magazin” Themes ja recht gut, die momentan so schick sind und vielleicht würde das auch gar nicht mal so schlecht zu aktuellen Ausrichtung von Planet-Punk.de passen. Stellt sich natürlich wieder die Frage: Selber machen oder von der Stange nehmen? Eine Alternative wären natürlich Kühe, aber die hat Brian Carper schon für den Betrieb seines sehr lesenswerten Blogs eingespannt. Schade aber auch, freut mich aber trotzdem, dass ich nicht alleine mit meiner Vorliebe für Kühe bin :)

Schauen wir mal. Ich trinke jetzt erstmal einen Pfefferminztee, auf das nächste Jahr :)