…and will happen again, um meine Lieblingsserie in Anbetracht der Entwicklungen beim Thema Onlinedurchsuchung und Videoüberwachung mal zu zitieren.

Man verzeihe mir drastische Worte, aber das sind Methoden der DDR und schlimmere Regime. In einigen Jahren gibt es dann Gedankenkontrolle, der Blockwart gehört wieder zum Alltag, alles schon da gewesen. Und gewisse Politiker fabulieren noch, man müsse dem Staat vertrauen. Gar nichts muss ich, im Gegenteil. Ich habe immer gedacht, durch Wählen bzw. nicht Wählen gewisser Parteien spreche ich gezielt mein Vertrauen oder eben auch mein Misstrauen aus. Aber das ist vermutlich auch obsolet.

Dieser Gedanke, dass in Wohnungen verdeckte Videokameras installiert werden, klingt beim ersten Denken dermaßen nach Orwells Teleschirmen, dass es mich gruselt. Ich mein, ich habe im ersten Absatz (mal wieder) mein tägliches Fotoprojekt Daily Fratze verlinkt, aber das ist eine Sache, die mache ich freiwillig, ich bin mir bewusst, dass ich damit ein Guckloch in mein Leben eröffne und kann selber entscheiden, was ich teile und was nicht. Wenn ich mir vorstelle, die iSight vor mir wäre ganz nach Gusto eines unsichtbaren Zuschauers an, ohne dass ich wüsste ob und wann… Man würde sich anders verhalten, man würde kontrolliert. Und bitte, niemand sage jetzt “aber wenn Du nichts zu verbergen hast…” blah fasel. Diese Aussage ist nach wie vor hirnloser, unreflektierter Mist, der immer wieder gerne von den Schafen nachgekaut wird, die es nicht besser wissen und die dem gebetsmühlenartig wiederholten Sermon der “Terrorwarnungen” unbedingten Glauben schenken.

Das “lustigste” an der ganzen Sachen ist dann allerdings die Tatsache, das dem Innenministerium diese ganzen, sensiblen Daten dann verloren gehen… Soviel zum Thema, dass die durch das Grundgesetz ver- und gesicherte Unverletzlichkeit der Wohnung beim Staat in guten Händen ist.

Bleibt zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht auch hierauf noch einen ganz genauen, kritischen Blick werfen wird.