…and will happen again, um meine Lieblingsserie in Anbetracht der Entwicklungen beim Thema Onlinedurchsuchung und Videoüberwachung mal zu zitieren.
Man verzeihe mir drastische Worte, aber das sind Methoden der DDR und schlimmere Regime. In einigen Jahren gibt es dann Gedankenkontrolle, der Blockwart gehört wieder zum Alltag, alles schon da gewesen. Und gewisse Politiker fabulieren noch, man müsse dem Staat vertrauen. Gar nichts muss ich, im Gegenteil. Ich habe immer gedacht, durch Wählen bzw. nicht Wählen gewisser Parteien spreche ich gezielt mein Vertrauen oder eben auch mein Misstrauen aus. Aber das ist vermutlich auch obsolet.
Dieser Gedanke, dass in Wohnungen verdeckte Videokameras installiert werden, klingt beim ersten Denken dermaßen nach Orwells Teleschirmen, dass es mich gruselt. Ich mein, ich habe im ersten Absatz (mal wieder) mein tägliches Fotoprojekt Daily Fratze verlinkt, aber das ist eine Sache, die mache ich freiwillig, ich bin mir bewusst, dass ich damit ein Guckloch in mein Leben eröffne und kann selber entscheiden, was ich teile und was nicht. Wenn ich mir vorstelle, die iSight vor mir wäre ganz nach Gusto eines unsichtbaren Zuschauers an, ohne dass ich wüsste ob und wann… Man würde sich anders verhalten, man würde kontrolliert. Und bitte, niemand sage jetzt “aber wenn Du nichts zu verbergen hast…” blah fasel. Diese Aussage ist nach wie vor hirnloser, unreflektierter Mist, der immer wieder gerne von den Schafen nachgekaut wird, die es nicht besser wissen und die dem gebetsmühlenartig wiederholten Sermon der “Terrorwarnungen” unbedingten Glauben schenken.
Das “lustigste” an der ganzen Sachen ist dann allerdings die Tatsache, das dem Innenministerium diese ganzen, sensiblen Daten dann verloren gehen… Soviel zum Thema, dass die durch das Grundgesetz ver- und gesicherte Unverletzlichkeit der Wohnung beim Staat in guten Händen ist.
Bleibt zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht auch hierauf noch einen ganz genauen, kritischen Blick werfen wird.


schon traurig, wie weit es dank dem 11.09 kommen konnte. unter dem vorwand der terrorismusbekämpfung werden gesetze beschlossen, gegen die normalerweise jeden tag hundertausende menschen demonstrieren müßten. aber die politik der angst funktioniert wunderbar, das volk fürchtet sich und sucht nach sicherheit. dem rest scheint es absolut egal zu sein und die wenigen leute, die vor dem gläsernen menschen warnen werden nur müde belächelt. da fällt mir nur ein zitat zu ein: “wer sicherheit der freiheit vorzieht, ist zu recht ein sklave”
Daniel, ich finde sowas sollten wir noch mal bei geistigen Getränken bequatschen
Magst Du uns nicht mal besuchen kommen?
Das Schlimme daran ist ja, daß wenn sich keiner darum kümmert und es der Mehrzahl der Bürger geschmeidig am Hintern vorbei geht, interessiert es am Ende auch keinen mehr, wenn Verschlüsselungen etc. verboten werden, außer ein paar Hansel wie uns vielleicht. Aber wen interessieren die dann schon?
Was die obsoleten Wahlen angeht, so bin ich, glaube ich, auch davon geheilt. Die letzte Wahl war denke ich auch meine “Letzte”. Wenn ich lesen muß, daß sogar die Linke solchen Mist mit durchboxt, spare ich mir lieber meine Energie für andere Aktivitäten, als mich zur Wahlurne zu schleppen.
Ich find das traurig, dass ich nicht der einzige bin, der das mit den Wahlen so empfindet. Ich hab das Wählen immer für wichtig erachtet um zumindest in kleinem Umfang zu partizipieren und weil ich letzten Endes tatsächlich so optimistisch bin und erstmal gutes in Menschen vermute, aber die aktuelle Realität spricht da leider von Gegenteil.
Beinah verschluckt hätte ich mich, als ich die Tage noch vom empörten Herrn Schäuble las, der sich echauffierte, dass man ihn nicht ständig als Verfassungsgegner verleumden möge… (Quelle). Der Arme, er hat es schon nicht leicht.
*seufz* Was lese ich überhaupt noch irgendwelche Nachrichten: Selbst in der Boulevardpresse steht nur noch schockierendes drin.