26. Februar 2009

Besessenheit

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Noch einmal was anderes als CDs und Zeugs, heute: Befindlichkeitsbloggen. Wer das nicht abkann, bitte direkt weiter blättern.

Besessenheit: Mein Stück Welt ein besseres Stück Welt machen. Das, was ich ändern kann, perfektionieren. Kennt ihr solche Probleme?

Im Moment leide ich ein wenig darunter. Ständig stolpert man in die Probleme andere Leute und schreibt frustrierte und wütende Posts. Ich komme im Moment gar nicht drauf klar, das soviele Sachen einfach unbedacht, ohne Reflexion gemacht werden und wenn der Trümmerhaufen oder einfach nur ein hässliches Stück Welt dann da liegen, ist keiner mehr da, der sich kümmert.

Im Grunde genommen alles kein Problem höre ich die Stimmen aus dem Hintergrund, ich kann es doch liegen lassen. Nein, kann ich eben nicht. Wenn ich mitten in der Nacht eine Email bekomme, dass der beschissene Captcha eines Gästebuchs, das sonst quasi zu 99% von Spammern genutzt wird, tatsächlich seit irgendeinem Update nicht mehr funktioniert, führt das dazu, dass ich wach bleibe und dieses Problem löse. Selbst wenn es nichts ist, was ich verbockt habe und ich genau weiß, dass ich danach grad gar nicht mehr schlafen kann.

Dinge “schön” zu machen ist eine klasse Sache und ich bin überzeugt, dass jeder Mensch in irgendeiner Form die kleine Welt um ihn herum seinen Bedürfnissen anpassen muss, aber manchmal wird es einfach zuviel.

Ein bisschen fühlt es sich so an, wie der Informationsüberfluß, den man mittlerweile am Rechner hat: Von allen Seiten Input, man möchte, will, soll alles anschauen und nachher fliegt einem alles um die Ohren. Ein bisschen hinkt der Vergleich, aber noch nicht so sehr: Wie filtert man das sinnvollerweise?

Oder anders: Wie kann man diesen Druck etwas verteilen? Schlussendlich hat der Post vielleicht nicht nur etwas mit meiner persönlichen Befindlichkeit, sondern auch mit anderweiten Problem zu tun: Wie bringt man andere Menschen dazu, ähnlich Ehrgeiz zu entwickeln? Sich mit Herzblut für Dinge einzusetzen? Mit dem Ziel, dass man sich auf ein Team verlassen kann und nicht am Ende des Tages doch wieder jede beschissene Kleinigkeit in die Hand nimmt, nur um zu denken: Ok, hätte ich es doch direkt selber gemacht?

Seien es Teams, Arbeitsgruppen oder einfach Personen, die sich etwas teilen. Jan stellt dort zum Schluss auch ein paar Fragen, u.a. “Wenn ich mir etwas teile, dann habe ich nicht nur fuer meinen Teil Verantwortung?!”. Verantwortung übernehmen, bedeutet für mich zwei Dinge: Ich mache anderen Menschen das Leben einfacher, wenn ich Verantwortung für mein Handeln übernehme und die Konsequenzen trage und andere Menschen machen es mir einfacher, wenn sie ihre Verantwortung ernstnehmen und ihre Konsequenzen trage.

Es muss nicht immer gleich die Besessenheit sein, Dinge auf die Spitze zu treiben. Dort steht man meistens eh alleine da. Aber ein bisschen mehr Ehrgeiz, mit gutem Gewissen sagen zu können: Ich mache das jetzt und das funktioniert und dafür stehe ich ein, würde an sovielen Stellen von anderen Menschen Druck nehmen und das Leben ein bisschen besser machen.

Ich weiß, völlig unzusammenhängend, aber einfach mal ein paar Gedanken, die genauso raus mußten, wie sie jetzt da stehen, bitte nicht gleich steinigen.

Share This | 2 Kommentare »

16. Februar 2009

Späte Wiedergutmachung

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Letztes Jahr habe ich mich nicht nur einmal über einige ärgerliche Bugs in Apple Produkten geärgert, sondern habe mich auch mal wieder für einige Wochen an einem Desktoplinux versucht.

Für mich ist es beim Versuch geblieben, nach einem knappen Monat bin ich zu meinem Macbook zurückgekehrt. Hauptsächlich aus dem Grund, dass ich in meiner Freizeit versuche, den Computer als Mittel zum Zweck und nicht als Selbstzweck einzusetzen und das war bzw. ist leider bei meiner Kombination aus Hard- und Software nicht gegeben gewesen.

Jedenfalls habe ich seit ein paar Tagen die neue iLife Suite hier liegen, die mir Apple netterweise im Rahmen von Daily Fratze zur Verfügung gestellt hat, und ich muss sagen, von iPhoto bin ich nach wie vor restlos begeistert.

Mal schauen, ob ich es schaffe, mal einen MTB Film oder ähnliches beim Fahren aufzunehmen, um wenigstens auch mal iMovie testen zu können. Oder – sollte ich wider Erwarten die nächsten Wochen tatsächlich mal Langeweile haben – ich werde Sting und Co. ausprobieren und schauen, ob mir vollkommen unmusikalischem Menschen ein Konsumerprodukt das Gitarrenspielen beibringen kann.

Meine Eindrücke zu iPhoto habe ich in zwei länglichen Texten auf Daily Fratze veröffentlicht: Teil 1 und 2. Ich weiß, schamlose (Eigen)Werbung, ihr dürft mich jetzt steinigen, aber scheinbar war auch mein iPod Artikel vor einigen Monaten durchaus von Interesse ;)

Share This | Keine Kommentare »

13. Februar 2009

Schandmaul – Sinnfonie Trailer

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Am 14.11. des letzten Jahres feierten Schandmaul ihr 10 Jähriges Bandjubiläum und wir waren in München mit dabei.

Mit dem offiziellen Trailer kann man sich einen ersten Eindruck der am 24. April erscheinenden Liveaufnahme Sinnfonie machen, die das gut besuchte, stimmungsvolle Konzert auf 2 bis 3 CDs bzw. Doppel DVD plus Zeugs dokumentiert.

Share This | 3 Kommentare »

Das Spiel mit der Angst

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Spiegel Online schreibt

Sollte die Krise noch “ein bis zwei Jahre” anhalten, wäre in einigen Ländern die politische Ordnung gefährdet, heißt es in dem am Donnerstag vom neuen US-Geheimdienstkoordinator Dennis Blair vorgelegten Jahresbericht an den Kongress in Washington. Diese Gefahr der Instabilität bestehe vor allem in Ländern der früheren Sowjetunion, Afrikas und Lateinamerikas, die nicht ausreichend für die Bewältigung der Krise gerüstet seien.

Oh, Überraschung. In den südlichen und östlichen Ländern kommt die “Krise” stärker an. Kann ja nur bedeuten, dass die Welt im Westen unter geht. Und was will man machen? Vermutlich alles daran setzen, den Status Quo der letzten Jahre zu erhalten.

Mitglieder des Club of Romes haben ein schönes Buch geschrieben, das selbst ich verstehe:

Welt mit Zukunft. Überleben im 21. Jahrhundert

Franz Josef Radermacher beschreibt eindringlich Szenarien, deren erste Anfänge man jetzt anfängt zu sehen. Schön, dass die Geheimdienste das jetzt auch merken.

In dem Buch wird in meinen Auge keine Zukunft mehr beschrieben, sondern das hier und jetzt. Warum geht es in solchen Geheimdienstberichten mal nicht um Miteinander sondern um Atomwaffen, Drohungen, Druckmittel?

Share This | Keine Kommentare »

1. Februar 2009

“Die Erfinder der Endlösung sind keine Kleinwagenfahrer”

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

so Volker Pispers im Rahmen seines “Bis neulich” Programms, auf die Frage: Kleinwagen, Tempo 100, intakter Planet oder SUV, desolate Wüste und Vollgas.

Gestern Abend trafen wir uns im Rahmen eines kleinen Firmenevents im Audimax in Aachen und ich hatte zum ersten Mal die Gelegenheit, das politische Kabarett Pispers live und ich nicht nur auf youtube zu sehen.

Der Abend war durchaus anstrengend, vor Lachen und teilweise auch vor Scham über manche Dinge.

Leider kann ich jetzt nicht sagen, dass ich durch den Ablassbrief Eintrittskarte in irgendeiner Form rebellischer, “besser” geworden bin, aber immerhin: Der Abend regte tatsächlich zum Nachdenken an, bei allem Lachen. Und das nicht nur darüber, dass jeder Deutsche die eine oder andere Bank mehrfach überfallen müsste, um Schaden in ähnlicher Höhe wie diverse Banker selber zu verursachen.

Besonders gut gefallen hat mir das Verhalten des Publikums. Wer klatscht wann, wer johlt wann… Man sieht ziemlich deutlich, wer auf welche Pointe, auf welche Spitze wartet, um seine eigene Meinung in klaren Worten formuliert zu hören (was mir durchaus nicht anders geht).

Irgendwie seltsam: Es gehört zwar ein bisschen Wissen über aktuelles Tagesgeschehen hinzu, um das Programm wirklich verstehen zu können, aber ansonsten ist Volker Pispers eigentlich ein Freund klarer Worte, die auch ein Leser der Zeitung, mit der man einen Fisch beleidigt, wenn man ihn drin einwickelt, verstehen würde. Leider liegt da auch der Haken: Fürs Kabarett muss man sich ja in Orte wie ein öffentliches Theater bewegen oder obskure Sender wie WDR einschalten. Es ist nicht verwunderlich, dass in den “großen” Medien “Comedians” und belanglose Witzfiguren das Bild bestimmen und “das Volk” bespaßen.

Ich gehe sicherlich nicht mit jeder Meinung Pispers konform, aber eine, hinter der ich ganz und gar stehe: Das “deutsche Volk” hat zu viel Angst: Angst vor dem Terror, vor dem Unbekannten, Angst vor fast jeder Kleinigkeit. Wahrscheinlich könnte man Freiheit von “Einigkeit und Recht und Freiheit” besser leben, wenn die Menschen weniger ängstlich wären und populäre Medien weniger Angst schüren würden.

Share This | 2 Kommentare »

 

Monatsarchiv für Februar 2009.

Konzerte & Tourneen...

Neulich gehört...

  1. Grinderman - I Don't Need You (To Set Me Free)
  2. Grinderman - Go Tell The Women
  3. Nick Cave & The Bad Seeds - Jesus Of The Moon
  4. Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!
  5. Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!
  6. Various - Springtimes
  7. Rea Garvey - Anna & Ludo / Hold Me Now
  8. Various - Is It Love
  9. Deepest Blue - Deepest Blue
  10. Farin Urlaub Racing Team - Insel