21. Juli 2010

Tram – Esmeralda

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
Tram - Esmeralda Cover

Mit Esmeralda erscheint in den nächsten Tagen das Debütalbum der jungen Freiburger Band Tram. Tram aus Freiburg ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Duo aus Paul Anderson und Nick Avery, die zwischen 1998 und 2002 ebenfalls Indie Rock zusammen gespielt haben. Esmeralda ist ein klassisches Rockalbum, mal roh, mal progressiv, aber immer energiereich. Der raue Gesang gefällt mir sehr gut, klingt er einmal gerade nicht nach “junger Punk/Rockband”.

Die Band bedankt sich im Booklet ausdrücklich beim Designer, der das wunderbare Package gestaltet hat: “[...] das alleine schon Anreiz genug ist, das Album zu kaufen [...]“. In der Tat, die Verpackung und das Booklet sind für ein Debütalbum außerordentlich ansprechend und gut gestaltet.

Das Album wird wie folgt angepriesen und ich kann mich dem tatsächlich anschließen:

Tram – dieser Name steht für einen zwei-jährigen Spurt vom Frischling der Musikwelt zu einem mehr als ernstzunehmenden Act im Musikzirkus. Nach über 100 Konzerten, u.a. als Support von Itchy Poopzkid (D), Zebrahead (UK), Enter Shikari (UK), Die Happy (D) oder den Emil Bulls (D), wurden TRAM im November 2009 vom Label T-Recs Music unter Vertrag genommen.

Am 23. Juli 2010 erscheint nun der mit Thimo Strobel (Itchy Poopzkid, Livingston, Die Happy) produzierte erste Longplayer “Esmeralda“ mit als neuer, wegweisender Meilenstein der jungen und erfolgshungrigen Band.

Einfach mit der Tür ins Haus fallen statt höflich anzuklopfen… musikalisch irgendwo zwischen Beatsteaks und den Foo Fighters auf einer Überdosis Speed versüßen sie ihre Musik mit einer dicken Zugabe Eagles of Death Metal. Extrem tanzbar, rotzig und immer ehrlich.

Ein Bild von den Jungs kann man sich mit dem Video zum Song Soulmates, Friends and Bitter Ends machen, in das am 23.07 erscheinende Album kann man hier schon jetzt reinhören. Darüber hinaus ist Tram unter TramTramTram im Web vertreten.

Share This | Keine Kommentare »

26. April 2010

Kellner – Hey Dude

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Die Presseinfos, die man so bekannt, sind schon teilweise abgefahren: “Raus aus der Arbeitslosigkeit – mit einem überzeugenden Business-Plan rein in die Ich-AG – CD veröffentlicht.” Kling ein bisschen nach Castingshow bzw. nach dem Medienrummel, der drumherum veranstaltet wird.

Aber ich will Mathias Kellner auch kein Unrecht tun und zum Glück steckt hinter seinem zweitem Album Hey Dude nicht nur Phrasendrescherei. Der Regensburger klingt gar nicht nach Bayern oder Deutschland. Beim ersten Durchlauf musste ich gerade an eine etwas weniger elektrisch instrumentierte Version von 3 Doors Down denken, von der Stimme kommt es allemal hin. Der Sound ist dennoch kraftvoll und erdig, gefällt mir ziemlich gut.

Die Texte sind ziemlich abgedreht und machen Spaß zu hören, z.B. beschreibt er in The Last Cannibal den letzten Kannibalen, der auf einer einsamen Südseeinsel seine komplette Sippe verfrühstückt hat und nun dem Hungertod entgegenblickt.

Daneben gibt es mit And the clouds und Biographie auch nachdenkliche bzw. traurige, tief gehende Texte. Abwechslungsreich ist das Album allemal.

Mein erster Eindruck: Schöne Stimme, gute Ideen. So einer könnte je nach Stimmung in Deutschland bei DSDS gewinnen und nach einem Album verbrannt sein. Ich drück Mathias die Daumen, dass er mit seinem “Hey Dude”, das am 30. April 2010 erscheint und der kleinen Tour durch und Österreich Erfolg haben wird. Auf der Station in Österreich sind übrigens die Bananafishbones dabei, von denen ich gar nicht wußte, dass es die noch gibt.

Wer sich selber einen Eindruck schaffen will, kann dazu das Prelistening nutzen oder einen Blick auf das Video zum Song iSong werfen:



Mehr über Kellner auf www.kellner-music.de und von dort aus zu den üblichen Verdächtigen.

Share This | Keine Kommentare »

19. April 2010

Sedlmeier – Import Export

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Import Export Cover

Kann ein Album, dass Alexandras Meisterwerk “Mein Freund der Baum” zitiert, schlecht sein? Eigentlich nicht. Allerdings finde ich es zumindest sperrig und mindestens zwei der drei Attribute “schmierig, prätentiös & unseriös” aus dem Presskit treffen zu.

Sedlmeier ist eine Ein-Mann-Band, die zwei Jahre Eindrücke und Erfahrungen importiert hat und jetzt in Form von 15, tatsächlich aufeinander folgenden Tracks, wieder exportiert und auf die Menschheit loslässt.

Mir gefällt die sparsame Instrumentierung des Albums, insbesondere stechen Gitarre und Orgel hervor. Unverkennbares Markenzeichen ist allerdings Sedlmeiers markante Stimme.

T-Nage Service klingt sehr NDW lastig und ist genau aus diesem Grund überhaupt nicht mein Dingen, textliches allerdings sicherlich spannend.

In meinen Augen ist bereits der zweite Track des Albums, Schwarze Katze, einer der Höhepunkte des Albums: “Auf die Emo-Sollbruchstelle klopft beharrlich ein Idiot, rückt mir niemals von der Pelle und mein Freund der Baum ist tod.” Sehr stimmungsvoll, sehr schön.

Die Stimmung wird im Folgenden mit Unten mit dem All fortgesetzt, in dem mir die Orgel richtig gut gefällt: “Wir haben keine Wahl, wir kennen’s nur brutal.”

Schauspielerkunst verstehe ich nicht; wie Sedlmeier sich auf seiner Homepage beschreiben lässt: Es entzieht sich mir. Leider gilt das auch für die nächsten paar Titel. Die Ideen sind sicherlich ganz witzig und ich schiebe es mal auf mich, dass ich da mit dem künstlicheren Anspruch nicht mithalten kann und mir zuviel schwadroniert wird.

Killing ‘Em ist dann wieder zugänglicher und dazu gibt es auch ein schönes Video:



Alles in allem ist Import Export ein interessantes und spannendes Album, auf dem ich für mich einige Highlights, aber auch Tracks finde, die mich in keiner Weise begeistern können. Wer auf NDW und experimentelle Texte und Klänge steht, wird sicherlich am ganzen Album Gefallen finden.

Ich höre mir jetzt noch einmal Ticket in die Hölle an und hoffe, dass es nicht zum Motto dieser Woche wird.

Sedlmeiers Import Export erscheint am 30. April 2010, die Single Killing ‘Em kann jetzt schon im iTunes Store geladen werden. Ich bin gespannt, ob der schmusige Punkrocker es mit diesem Album mit seinem Widersacher Howard Carpendale aufnehmen kann, punkig genug ist es allemal ;)

Teil dieser Werbeoffensive ist ein “Commercial” vom Künstler persönlich, das nach dem Klick auf Youtube angesehen werden kann:

Den Rest lesen…

Share This | Keine Kommentare »

25. März 2010

De Staat – Wait For Evolution

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Vorgestern lag unerwarteter Weise das Debütalbum Wait For Evolution der niederländischen Band De Staat in meinem Briefkasten. Ich hatte schon mit einem weiteren “Wir machen jetzt Punk” Album gerechnet, bis ich es heute morgen in aller Ruhe im Auto anhören konnte: Es knallt eine wunderbare Mischung aus Frank Zappa, Nick Cave, Grinderman und Tom Waits aus meinen Boxen, hätte ich so nicht mitgerechnet.

Die Band hatte mich bereits mit dem Opener “Sleep Tight” (etwas, dass ich seit einiger Zeit übrigens dank neuem Schlafzimmer wieder mache, wenn der Nachwuchs mich lässt).

In der Kürze der Zeit habe ich nicht all zuviel über De Staat herausgefunden. Nun, Niederlande waren bei dem Namen jedenfalls nicht schwer zu erraten. Der Kopf und Sänger der Band, Torre Florim, hat laut knappen Booklet das ganze Dingen quasi alleine gemacht: Written, performed, recored & produced. Nicht schlecht! Dann noch in erstaunlich guter Qualität gemischt, was will man mehr?

Laut Blog gibt “De Staat” als Band seit 2009, Florim war aber seit seiner Kindheit musikalisch tätig und das hört man auch. Florim wird auf “Wait for Evolution” von den Herren Vedran Mircetic (guitar), Jop van Summeren (bass, vocals), Rocco Bell (percussion, keyboards, vocals) und Tim van Delft (drums) unterstützt:



Die Band ist stark im Web engagiert, so gibt es natürlich eine Facebook und eine MySpace Seite (auf letzterer können auch einige Songs des Albums angehört werden) und De Staat twittert auch (auch wenn ich im Aachener Grenzland wohne, bin ich leider des niederländischen nicht mächtig :( ).

Fazit: Eines der Promos, die es in meine Sammlung schaffen werden und sicherlich mehr als einmal gehört werden. Daumen hoch! Wer sich selbst überzeugen möchte, die Band ist zur Zeit auf Tour und im April auch in einigen deutschen Städten vertreten: Tourdates auf Facebook, das Album *Wait for Evolution” mit 13 Tracks wird am 23. April veröffentlicht und kann z.B. bei Amazon vorbestellt werden.

Share This | Keine Kommentare »

5. März 2010

Gorillaz – Plastic Beach

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Gerade das erste Mal ein Album über ein Sharing-Portal eines Labels bekommen, das heute erscheinende 3. Album der Gorillaz mit dem schönen Namen Plastic Beach. Immerhin, die Dateien funktionieren Betriebssystem übergreifend. Leider habe ich keine Ahnung, ob es an meiner schlechten DSL Anbindung, dem Portal oder an Problemen mit meinem Browser lag, das komplette Package konnte ich mir von zu Hause nicht laden, sondern musste auf den Arbeitsplatz zugreifen…

Als ich vor 10 Jahren mit diesem Blog begonnen habe, gab es die Gorillaz auch schon, 2000 erschien ihre erst EP, 2001 war “Clint Eastwood” gerade aktuell. Nicht, dass ich mir damals viel draus gemacht hätte. Das Video und die Idee waren witzig, die Musik interessierte mich eher nicht.

Seit einigen Jahren habe ich zum Glück die Scheuklappen abgenommen und solche Videos und Songs wie gestern verlinktes “Stylo” machen dann doch richtig Spaß.

Die Trackliste von “Plastic Beach” liest sich keineswegs mehr als rein virtuelle Band der Herren Albarn and Jamie Hewlett, im Gegenteil. Auf mehr als der Hälfte der Tracks werden mir mehr oder weniger bekannte Stars gefeatured: Einige Hip-Hop / Rap Stars und ganz erwähnenswert: Paul Simonon und Mick Jones von The Clash, und zwar beide im selben Song, dem Titeltrack. Wenigstens sind damit die Rock- und Punk Zitate nicht ganz verschwunden ;)

Das orchestrale Intro lässt einen nicht an die kommende Pop / Elektronik / Rock Mischung, sondern eher noch an einen Filmsoundtrack oder ähnliches denken, bis man dann ersten Song “Welcome to the World of the Plastic Beach” von Snoop Dog begrüßt wird…

Was mir besonders gut gefällt, ist die Mischung aus interessanten Melodien mit elektronischen Beats und dezenten Gitarren, wie z.B. auf dem Titeltrack. Auch sehr cool sind die östlichen Klänge des libanesischen National Orchesters im Song “White Flag”. Wäre allerdings noch besser gewesen, wenn das Orchester nur durch den lakonischen Gesangs 2D’s ergänzt worden wäre und nicht durch Rap.

Die Single “Stylo” wirkt auch für sich, das Album lässt man am besten als Ganzes auf sich wirken, die Songs hängen zum größten Teil zusammen.

Auf Amazon gibt es ein wenig Werbetext und Hintergrund zum Thema des Albums:

Die große Sage um Sänger 2D, Bassist Murdoc Niccals, Gitarristin Noodle und Drummer Russel Hobbs bekommt nun eine neue Wendung, die sich auch in ihrem neuen Look widerspiegelt: Inzwischen ist die Band in Plastic Beach beheimatet, einem gigantischen Kontrollzentrum à la Tracy Island (bekannt aus der TV-Serie Thunderbirds), das am Point Nemo inmitten des Südpazifiks auf einem großen Müllberg schwimmt. Kein anderer Platz der Welt ist weiter entfernt vom Festland. Hier läuft mehr oder weniger wieder alles nach Murdocs Nase, er hält 2D gefangen und wird zeitgleich von einer Cyborg-Version von Noodle beschützt, die er mit der DNA der japanischen Gitarristin hat herstellen lassen. Zuletzt wurde das Original 2006 gesehen, wie ihr im “El Mañana”-Video Bomben auf den Kopf fielen. Drummer Russel hingegen hat sich aus dem aktiven Leben zurückgezogen.

Die Welt vom Plastic Beach ist reichlich bizarr und bunt, aber das ist ja eines der Trademarks dieser Band. Wer sich drauf einlässt und den Genremix mag, der dieses mal sehr viel eindeutiger Richtung Elektronik und Beats geht, bekommt ein recht unterhaltsames Album geliefert, das zwar nicht mehr so innovativ ist wie das Debutalbum, aber immer noch aus der Menge heraussticht.

Was mir fehlt ist das Coverartwork drumherum zum Review. Wahrscheinlich wäre die Hintergrundgeschichte der Band, wie sie auf Plastic Beach weitergesponnen wird, dann interessanter. Ich selber habe in letzter Zeit auch oft im iTunes Store oder bei Amazon Mp3s gekauft, die Tage aber noch laut auf Twitter gedacht, dass ich doch mal wieder Platz für neue CDs schaffen werde (auch wenn ich mich meine Sammlung beim Umzug letzten Monat wieder enorm gestresst hat ;) ). Es ist schon irgendwie nicht mehr das gleiche wie früher…

Links zum Thema:

Share This | Keine Kommentare »

13. Januar 2010

Pandora – Melancholic Freedom, Punk/Rock/Metalbastard aus Belgien

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
Pandora Melancholic Freedom Cover

Am 15. Januar erscheint das Debütalbum einer dreiköpfigen Band aus Belgien: Melancholic Freedom. 2 Damen und ein Herr prügeln sich durch 14 Songs mit interessanten Titeln wie Like a pissed flower in spring oder auch Post-vomit lines. Die Sängerin Annie klingt dabei wie eine jüngere, weibliche Lemmy Kilmister Version…

Leider hatte ich im letzten Monat wenig Zeit (und zugegeben, auch keine Lust, die verbleibende Zeit mit unbekannter Musik zu verbringen), so dass ich diesmal auf den beigefügten Pressetext verweise:

Es mag geschmacklos klingen, aber der Vergleich passt irgendwie: PANDORA sind wie eine nukleare Bombe. Schmeißt du die über der Wüste ab passiert erstmal nicht so viel, aber mach das mal in New York” (Quelle: der unbekannte Journalist). Wie der unbekannte zu seiner Einschätzung kam? Lag es an der fast schon unverschämten Mischung aus Metal, Punk und Rock, die PANDORA auf ihrem am 15. Januar erscheinenden Album “Melancholic Freedom” präsentieren? Höchstwahrscheinlich. Der Selbstversuch kann beginnen… Ab sofort steht das Debütalbum der Belgier mit 14 grenzüberschreitenden Songs zum Prelistening bereit. Siehe auch den Videoclip zu “Breed My Dye”, den man hier findet. Und auch die Frage ob Sängerin/Gitarristin Annie, Bassistin Michèle und Drummer Roman das ganze auch ambivalent live darzubieten muss ganz klar bejaht werden. Wer sich überzeugen will, soll bitte hier hin kommen:

  • 15.01.10 Album-Release-Show, GER-Aachen, Musikbunker
  • 22.01.10 GER-Oldenburg, Metro
  • 23.01.10 GER-Oberhausen, Drucklufthaus
  • 27.01.10 GER-Kiel, Schaubude
  • 28.01.10 GER-Berlin, Cortina Bob
  • 29.01.10 GER-Chemnitz, Bunker
  • 06.02.10 GER-Freiburg, White Rabbit
  • 11.02.10 CH-Basel, Villa
  • 13.02.10 GER-Essen, Panic Room
  • 13.03.10 GER-Göppingen, Give Me Noise Festival
  • 19.06.10 GER-Cottbus, Konturkonzerte “An-Stachel” Festival

Warum ich das mache? Weil das Prelistening nicht so uninteressant klingt und die sympathisch wirkende Band zudem aus meiner Region kommt.

Share This | 2 Kommentare »

Aktuell benutzte Tags: CD-Kritiken

Konzerte & Tourneen...

Neulich gehört...

  1. Grinderman - I Don't Need You (To Set Me Free)
  2. Grinderman - Go Tell The Women
  3. Nick Cave & The Bad Seeds - Jesus Of The Moon
  4. Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!
  5. Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!
  6. Various - Springtimes
  7. Rea Garvey - Anna & Ludo / Hold Me Now
  8. Various - Is It Love
  9. Deepest Blue - Deepest Blue
  10. Farin Urlaub Racing Team - Insel