28. Oktober 2009

2009 is when it all changes…

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Wir haben zwar schon Oktober, aber Zeit für einen Jahresrückblick ist es eigentlich noch nicht… Oder vielleicht gerade jetzt, wo zwar schon wieder Weihnachtsartikel im Supermarkt die Gänge versperren, die Leute aber noch nicht vom Kaspertheater der Fernsehrückblicke abgestumpft sind.

Planet-Punk existiert seit meiner Ausbildungszeit zu Anfang des Jahrtausends… Manches Mal wollte ich das ganze Dingen in die Tonne kloppen, habe es dann aber doch nie übers Herz gebracht.

Ich habe eben in Erinnerungen gestöbert, welche netten Leute ich damals über noch jüngere Medium Internet kennen gelernt habe… Damals waren Sachen wie uboot.com noch super und von WordPress war noch nicht die Rede…

Damals gab es neben ein paar Bildern und Gedichten fast nur Festival- und Konzertberichte zu lesen. Zwischen Anfang 2006 und Mitte 2008 habe ich dann wirklich intensiv und viel gebloggt. Zur selben Zeit nahm aber auch meine Dailyfratze.de Geschichte immer mehr an Dynamik zu und beanspruchte mehr Zeit.

Mittlerweile gibt es vielleicht noch 4 oder 5 mal im Monat ein Update hier…

So what.

Neben meiner Arbeit und meinen verschiedenen Projekten, habe ich 2009 immerhin noch die Zeit gefunden, Stand Anfang Oktober, 5348.86km Rad zu fahren, 20 Bücher zu lesen und über 480 Stunden Musik zu hören…

Und das ist dann auch noch nicht alles, zu aller Überraschung habe ich meine langjährige Freundin am 06. August 2009 geheiratet und gemeinsam freuen wir uns auf unser erstes Kind :)

Erwähnte ich, dass ich dieses Jahr auch noch 30 geworden bin?

Ich sag’ ja: 2009 ändert sich alles.

Mir gehen ja mit Bezug auf Planet-Punk verschiedene Gedanken durch den Kopf: Der Mensch muss doch mal erwachsen werden und Bloggen ist doch eine brotlose Kunst und der Kerl hat doch jetzt Verantwortung. Anderseits gehört das Teil irgendwie zu mir. Was ist in weiteren 10 Jahren: Hat das Geschreibsel dann historischen Wert? Wahrscheinlich nicht, allerhöchstens für mich. Allerdings ist das auch ein ausreichender Grund, hier nicht das Licht auszumachen.

Wem das jetzt alles zu zusammenhangslos war, dem sei verziehen. Ich werde es morgen auch nicht mehr nachvollziehen können ;) Fazit ist: Auch 2010 wird das 3 Jahre alte Layout noch herhalten müssen, die Postingfrequenz wird vermutlich eher niedrig bleiben und die Posts werden sich gegebenenfalls mit Windeltests beschäftigen ;)

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14. Oktober 2009

Soziale Netzwerke

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michael auf dailyfratze.de, michael.simons.ac auf facebook, rotnroll666 auf myspace: Alles Accounts auf sozialen Netzwerken.

Dailyfratze, meine eigene Community und von den 3 genannten für mich sicherlich am sozialsten. Fast alle Benutzer kenne ich persönlich, letztes Jahr haben wir z.B. ein bisschen Weihnachten gefeiert, dieses Jahr meinen 30. Geburtstag.

Facebook: Sehr groß, sehr amerikanisch, aber technisch ziemlich eindrucksvoll gemacht finde ich.

MySpace: Bunt, laut und schrill.

Dailyfratze kann ich natürlich nur sehr subjektiv betrachten, immerhin habe ich das Dingen geplant, entworfen und realisiert, bin aber nach wie vor überzeugt vom Konzept. Da mache ich natürlich aus eigenem Antrieb mit, mein Leben mit einem täglichen Foto zu dokumentieren.

Facebook wollte ich eigentlich nie so wirklich, bis ich mir dann mal die Zeit genommen habe, mich mit den Funktionen zu beschäftigen. Der Anlass war eigentlich simpel: Die Kommunikation für unser 10-jähriges Abitur Treffen lief halt teilweise darüber.

Was mich begeistert, ist die Tatsache, dass es zwar eine sehr große Anzahl Applikationen für Facebook gibt, sich durch die API und die Vorgaben der Betreiber dennoch einheitliche und strukturierte Profilseiten ergeben. Gut gefällt auch, dass eigentlich alles kommentiert und mit allem anderen in Zusammenhang gebracht werden kann. Schrecklich nervend hingegen sind die ganzen dämlichen Quizzes und Minispiele. Zum einen interessieren die Ergebnisse doch nicht wirklich, zum anderen bin ich da sehr, sehr skeptisch, wenn ich sehe, dass die meisten vollen Zugriff auf die Profildaten fordern… Die Facebook API ist diesbezüglich sehr mächtig und ich möchte eigentlich ungern meine Profildaten durch den Betreiber von einem 5 Minuten Spielchen an 3. weitergegeben sehen.

Tja, MySpace: Dort habe ich mich angemeldet, weil ich von einem Freund nur die “MySpace URL” und keine Emailadresse bekam. Mittlerweile habe ich dort auch einige “Freunde”, aber langfristig ist mir das im ganzen zu bunt, zu laut und aufdringlich. Eigene Profilthemes können ja in begrenztem Rahmen nett sein, aber die Art und Weise, wie sich MySpace präsentiert ist nicht meine Welt.

Mittlerweile sind diese ganzen Netzwerke auch in den Massenmedien angekommen (nun gut, Dailyfratze jetzt nicht unbedingt) und dementsprechend gibt es auch viel Kritik. Einiges davon kann ich gut verstehen, z.B. den allzu sorglosen Umgang mit seinen Daten.

Andererseits schätze ich die Möglichkeit, mit einigen Menschen auf einfachem Weg in Kontakt zu bleiben. Dabei ist es mir allerdings wichtig, diese Menschen tatsächlich in der einen oder anderen Form persönlich zu kennen. Demzufolge bleibt es denn auch bei übersichtlichen Profilen und ich werde nicht jeder Band dieses Planetens in diversen Netzwerken folgen oder sie adden.

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7. Juni 2009

Just a quote…

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Man, I see in fight club the strongest and smartest men who’ve ever lived. I see all this potential, and I see squandering. God damn it, an entire generation pumping gas, waiting tables; slaves with white collars. Advertising has us chasing cars and clothes, working jobs we hate so we can buy shit we don’t need. We’re the middle children of history, man. No purpose or place. We have no Great War. No Great Depression. Our Great War’s a spiritual war… our Great Depression is our lives. We’ve all been raised on television to believe that one day we’d all be millionaires, and movie gods, and rock stars. But we won’t. And we’re slowly learning that fact. And we’re very, very pissed off.

“Tyler Durden” 1999 in Fight Club

Passend dazu unbedingt mal Question von The Kleptones anhören, habe ich glaube ich, schon mal verlinkt.

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30. April 2009

Vergangenheit

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Ich weiß, dass ich mich wiederhole, wenn ich auf 60x Deutschland hinweise. Ich kann nichts dran ändern, ich bin alt. Zumindest werde ich dieses Jahr 30.

Nichts desto trotz: Manchmal denke ich, ich wäre gerne einige Jahre früher geboren.

Einige Male habe ich bereits gedacht, dass es hochgradig spannend gewesen wäre, die 1960er und 1970er Jahre in Deutschland erlebt zu haben. Gut, das war komplett vor meiner Zeit, das kennt man nur aus dritter Hand.

Das Ende der 1980er Jahre und den Anfang der 1990er hingegen hat man selber “erlebt”. Als die Mauer 1989 fiel und Deutschland 1990 wiedervereinigt wurde, kann ich mich an die Berichterstattung im Fernsehen erinnern und war als 10jähriger angemessen verwirrt, warum die Menschen so fröhlich auf einer Mauer rumturnen und meine Eltern so aufgeregt waren. Schön, dass mir meine Eltern das alles erklären konnten, keine Frage.


Foto von laurenmanning

Was fehlt: Dieses ganze “hautnah” erlebt zu haben. Ich bin erst sehr spät danach das erste Mal in Berlin gewesen, muss so um 1996 oder ‘97 gewesen sein, ich sah so aus und hatte den Arsch voll persönlicher Probleme und fand die ganze Tour nur schrecklich.

Jahre später, im nächsten Jahrhundert, habe ich mittlerweile einiges an guter Zeit in Berlin verbracht und bedauere es jedes Mal, dass historische Plätze mehr und mehr der aktuellen Norm angepasst werden, Geschichte verschwindet. In der Dresdener Neustadt sieht das z.B. teilweise noch anders aus.

Ein seltsames Gefühl, jetzt diese Bilder von “Früher” zu sehen und zu wissen, man hätte es unvermittelt erleben können und hat statt dessen die Chance verstreichen lassen.

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31. Januar 2008

Affentheater

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“People fake a lot of human interactions – but I feel like I fake them all. And I fake them very well.”

(Dexter Morgan)

Jedes Jahr Karneval fühle ich mich am Donnerstag, als wenn ich mindestens einem anderen Stamm angehören würde oder gleich gar nicht von dieser Welt bin. Oft genug schon drüber geschrieben, aber hey, was solls.

Aachen ähnelt mittlerweile dem Wacken Open Air am Mittwoch: Überall rennt Security rum, überall werden Zäune aufgestellt, Brunnen und Telefonhäuschen sind verbarrikadiert, es finden Einlasskontrollen statt und und und.

Wie seit einigen Jahren werde ich gleich den Partylöwen auspacken und gute Miene zum albernen Spiel machen. Ich hab lange versucht, da nicht mitzumachen, aber dann bleibt nur, sich im Haus zu verkriechen und ergo versuch ich es wiedermal mit Dexters Wahlspruch. Mal schauen, wie lange es heute gut geht.

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7. Januar 2008

The waiting place

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Am Wochenende sah ich den Film Das perfekte Verbrechen (Original: Fracture, wie sooft ist der Originaltitel bei weitem sinnvoller im Kontext des Films als die lahme Übersetzung) und in diesem Film, wurde ein Gedicht zitiert, von dem eine Strophe alles zusammen fasst, was ich über sinnlos verbrachte Wartezeit denke:

[…]
headed, I fear, toward a most useless place.

The Waiting Place…

…for people just waiting.
Waiting for a train to go
or a bus to come, or a plane to go
or the mail to come, or the rain to go
or the phone to ring, or the snow to snow
or waiting around for a Yes or a No
or waiting for their hair to grow.
Everyone is just waiting.

Waiting for the fish to bite
or waiting for wind to fly a kite
or waiting around for Friday night
or waiting, perhaps, for their Uncle Jake
or a pot to boil, or a Better Break
or a sting of pearls, or a pair of pants
or a wig with curls, or Another Chance.
Everyone is just waiting.

NO!
That’s not for you!

[…]

Quelle

Das ganze ist wohl Teil des Gedichts “Oh, the Places You’ll Go!” von Dr. Seuss, das mir auch sonst ausgesprochen gut gefällt. In obiger Quelle wird es ganz zitiert und alles in allem, fasst es nicht nur genannten Film gut zusammen.

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Aktuell benutzte Tags: Hirnstürm

Konzerte & Tourneen...

Neulich gehört...

  1. Simon Phillips - Euphrates
  2. Simon Phillips - ESP
  3. Simon Phillips - Mountain High
  4. Simon Phillips - Kumi Na Moja
  5. Simon Phillips - Eyes Blue For You
  6. Simon Phillips - Freudian Slip
  7. Simon Phillips - POV
  8. Simon Phillips - Jungleyes
  9. Phil Collins - Goin' Back
  10. Freddie Mercury - Goin' Back