9. April 2008

Anrufbeantworter (Rufnummernunterdrückung Teil 2)

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Anrufbeantworter sind doch echt wie die Pest, genauso ätzend wie eine aktivierte Rufnummernunterdrückung. Ich spreche nicht gerne drauf, ich würde sie nicht abhören, wenn ich einen hätte bzw. das Teil von meinem Netzbetreiber eingeschaltet hätte. Meistens spricht man doch eh nur eine Nummer bzgl. Rückruf drauf und Feierabend, was aber in letzter Konsequenz auf das gleiche rauskommt wie die Nummer, die in der Liste verpasster Anrufe angezeigt wird. So oder so, die verfügbare Zeit auf den Geräten ist eh meistens zu kurz bemessen, um etwaige sinnvolle Informationen zu hinterlassen.

Ich stelle einmal wieder fest, dass ich immer noch am liebsten per Email kommuniziere, auch wenn man mittlerweile mit den Spammern in ein Wettrüsten getreten ist, aber dieses Medium lasse ich mir nicht kaputt machen.

Apropos, wenn ich schon dabei bin, mich über Kommunikationsformen aufzuregen: Ich werde in diesem Leben nicht mehr begreifen, wie jemand ernsthaft seine Kommunikation über Nachrichtenzentren von Social Networks abwickelt. Absolut unbegreiflich, den rauschenden Kanälen, denen man tagtäglich ausgesetzt ist, mit diesem Murks noch ein bisschen Lärm mehr hinzuzufügen, der verwaltet und organisiert werden will.

Oh, und einen habe ich noch: Wenn mir in absehbarer Zeit wieder ein Fax ins Ohr pfeift, nur weil der Anschlussinhaber dieses Gerät so konfiguriert hat, dass es nach dreimal Klingeln an die gleiche Nummer wie das Telefon geht, mache ich mich ernsthaft auf die Suche nach einer Chromaxt.

Telefonmann… das ich nicht lache… ;)

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8. April 2008

Rufnummernunterdrückung…

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…ist albern und wird nur von Telefonwerbefritzen und meiner Mutter mit ihrem Wählscheibentelefon genutzt.

Drei Anrufe heute während eines Meetings und in der Mittagspause, alle ohne Nummer, wie soll man denn da jemanden zurückrufen? Die Vorratsdatenspeicherung ist den Menschen quasi egal aber um eine Telefonnummer wird so ein Eiertanz gemacht? Kann doch gar nicht sein…

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27. März 2008

Liebe FDP…

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…eigentlich wollte ich nichts zu Deinen Vorschlägen, den gemäßigten Mehrwertsteuersatz auch auf Gas, Strom und Öl anzuwenden, schreiben und mich nur im stillen Kämmerlein über solche Ignoranz gegenüber Handlungen mit letzten Endes globalen Auswirkungen schreiben.

Da man allerdings gestern Abend keine Nachrichten mehr schauen konnte, ohne irgendwo Guido Westerwelle schwadronieren zu hören, kann ich einfach nicht anders.

Sicherlich ist diese Aktion nur eine Aktion im Rahmen des “Vorwahlprogramms”. Ihr armen Parteien habt es schon nicht leicht, euch zu profilieren. Regieren ist ja irgendwie abwegig geworden, da lockt man das Volk doch lieber mit solch leeren Versprechen.

Allerdings, keines der Versprechen anderer Parteien ist so absolut hirnbefreit wie dieses. Anstatt alternative Energien, sparsamen Haus- und Wohnungsbau, Ausbau von örtlichen Personennahverkehr oder alternativen Ideen dazu zu fördern, nach verbilligten Öl und Co. zu rufen ist schon toll. Der Extremwetterkongress, übrigens aktuell ähnlich stark in den Medien vertreten, rechnet gerade eindrucksvoll vor, was der aktuelle Klimawandel mittelfristig für finanzielle Konsequenzen für Deutschland parat hält.

Ich verstehe schon, dass es einfacher ist, einfache und plakative Lösungen zu fordern, versteht ja auch immerhin auch der letzte Wähler, aber wenn ihr einfach auch mal eine Nachrichtensendung schauen würdet, könntet ihr auch einfach merken, dass die schnellsten Lösungen nicht immer die besten sind. Ok, ihr müsstet zwischendurch auch euren Parteivorsitzenden anschauen, aber das ist doch etwas, das man für das Volk tun kann.

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13. Februar 2008

Relativismus

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Ich habe die letzten Tage nicht viel von der Welt dort draußen mitbekommen, ich habe an meinem Rechner geschraubt, für Daily Fratze PicLens eingebaut (Jan hat hier einen Screenshot) implementiert und diverse andere Projekte fortgeführt, aber eines habe ich mitbekommen: Die nächste Hetze gegen Hartz IV Empfänger.

Natürlich gibt es schwarze Schafe, die gibt es überall. Ich denke, das sich kaum einer davon freisprechen kann, nicht schon mal andere übervorteilt zu haben. Aber man kann doch deswegen nicht alle bedürftigen Menschen soweit runterdrücken, dass sie wirklich den Putz von den Wänden fressen müssen. Klar, ich finde es auch idiotisch, wenn das Arbeitslosengeld für Kippen und Alkohol ausgegeben wird, aber das ist nicht meine Entscheidung (das entscheiden zu wollen, hätte die gleiche “Qualität” wie auf einmal die Linkspartei verbieten zu wollen, nur weil diese “Politiker” auf einmal Zulauf haben: Es wäre nicht nur undemokratisch, sondern auch dumm und absolut kurzfristig gedacht. Aber hey, mit Reglements haben wir es ja hier.).

Unser System war auf Solidarität ausgelegt und nicht auf “ich bin solidarisch, aber nur dann, wenn Du nur das mit meiner Hilfe machst, was ich Dir erlaube”. Genauso idiotisch wie einem Pennern nen Euro zu geben und dann zu sagen “aber nicht versaufen”. Ja was soll er denn damit machen? Aufs Tagesgeldkonto packen?

In meinem Augen ist die aktuelle Hatz mal wieder ein Ausdruck des relativistischen Glücksgefühls in Deutschland: Viele Menschen sind nicht aus sich oder aus ihren eigenen Lebensumständen heraus glücklich, sondern nur, wenn sie sehen, dass es ihnen besser als anderen geht. Und das kotzt mich an. Die Zukunft wird mit Sicherheit noch mehr Arbeitsplätze “vernichten”, allerdings ist es keine gangbare Lösung, alle Menschen, die keine Arbeit mehr haben, zu kriminalisieren. Bis das aber in den Köpfen ist und man gemeinsam eine Lösung findet, die nur im gesellschaftlichen Umdenken liegen kann, wird es noch dauern und in der Zeit wird noch viel geschimpft, stigmatisiert und gejammert werden.

Deswegen von meiner Seite: Ich bin glücklich, dass es warm ist, die Sonne scheint, andere Entwickler über Daily Fratze berichten, dass ich Geld verdiene und die Freiheit habe, alles zu tun, was ich möchte. Und es könnte mir nichts egaler sein, ob es jemandem besser geht als mir, da ich mit meiner Situation zufrieden bin.

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27. Januar 2008

Klare Worte.

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Wenn mir noch einmal einer sagt, Helge Schneider wäre lediglich ein alberner Schweinesausack, der kriegt gescheuert:

Der Bürger wird demnächst gar nichts mehr selber machen müssen. Der wird geboren, kommt in so einen Karton, fährt durch die Gegend, wird gepflegt, gefüttert, wird geschützt vor allen Dingen.

Im Kontext dieser bescheuerten Nichtraucherdebatte auf Spiegel Online. Nur um das klar zu stellen, ich bin selber Nichtraucher und ich mag weder meine Klamotten noch mich geräuchert vom Qualm anderer, aber man kann solche Probleme auch miteinander lösen anstatt durch Verbote und absurde Klagen mal wieder alles zu Tode zu regulieren.

Edit: Im Tagesspiegel gibt es das ganze Interview: Alle fragen immer: Wie sind Sie zu Hause?

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10. Januar 2008

Kommentar zu Sonys DRM freien Musikstore

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Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts schreiben, habe aber einen so schönen Text gefunden, dass ich ihn einfach verlinken muss. Zur Erklärung, Sonys Geschäftsmodell sieht vor, dass man in den Laden geht, einen sogenannten Musicpass kauft, diesen nach Hause trägt, eine Nummer freirubelt, diese online irgendwo eingibt und sich anschließend das Album laden kann. Mehr dazu auf heise.de.

Man könnte jetzt einfach sagen, ich kauf im gleichen Geschäft die entsprechende CD, rippe diese und gut oder könnte es auch so eloquent in Worte fassen:

“You don’t actually want to sell unprotected MP3s, do you? You want to be able to say you’re doing it, but really, you want to make it so ridiculously inconvenient that people keep just keep buying CDs and DRM’d tracks off iTunes. Just admit it, bro.”

Den ganzen Text hier: Why It Won’t Work.

Aus den Kommentaren gefischt: Einen Hinweis auf ein Personics System. Man konnte sich Anfang der 1980ziger Jahre im Laden individuelle Musikkassetten erstellen lassen… Dagegen wirkt Sonys System nahezu absurd antiquiert.

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