Käsespätzle

Die Idee stammt aus dem großartigen Buch Basic Cooking. Das war eines unserer ersten Kochbücher und ist mittlerweile total zerfleddert.

Diese Spätzlevariante ist zur Zeit mein Lieblingsrezept. Warum ich jemals fertige Spätzle aus der Tüte gekauft habe, weiß nicht. Sie sind viel einfacher zu machen als Nudeln und mit etwas Routine, auch sehr schnell und ohne große Sauerei.

Für diese Rezept habe ich mir folgende Geräte angeschafft:

  • Einen Schaumlöffel (schon bei vielen anderen Rezepten gut gebrauchen können)
  • Einen Spätzlehobel (ok, den habe ich geschenkt bekommen)

Zutaten für 4 Personen:

  • 200g herzhaften Emmentaler (schmeckt auch hervorragend mit Appenzeller, z.B. von Käsejansen)
  • 500g Mehl
  • 4 Eier (unbedingt Eier aus sinnvoller Haltung kaufen, keine blassen aus dem Supermarkt)
  • 250ml Wasser
  • 2 Zwiebeln
  • 3EL Butter

Sowie:

  • Salz
  • Pfeffer

Normalerweise fange ich immer an, Zeugs klein zuschneiden, da ich meistens etwas langsamer damit bin, aber hier gehe ich so vor:

  1. Käse reiben (oder gerieben kaufen ;) )
  2. Das Mehl zusammen mit den Eiern, 1 bis 2TL Salz sowie dem Wasser mischen und mit dem Knethacken solange rühren, bis der Teig glatt ist.
  3. In einem großen Topf 3l Wasser mit 1EL Salz zum Kochen bringen. Bis es soweit ist, die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.
  4. Den Backofen auf ca. 200°C vorheizen, eine feuerfeste Auflaufform reinstellen
  5. In einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen und die Zwiebel darin anbraten und (mit Deckel) warmhalten.
  6. Wenn das Wasser kocht, kann es jetzt losgehen: Einfach den Spätzlehobel ansetzen und den Teig ins Wasser. Wenn man keinen Spätzlehobel hat, geht es zum Beispiel auch mit einem grobmaschigem Plastiksieb, durch dessen Löcher man den Teig mit einem Löffel drückt. Pro Fuhre dauert das Kochen etwa 3 bis 5 Minuten. Die Spätzle sind gar, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Deswegen nie soviel Teig auf einmal einfüllen, dass das Wasser voll wäre. Form aus dem Backofen raus, fertige Spätzle mit dem Schaumlöffel raus aus dem Wasser, rein in die Form und pfeffern und natürlich deckend mit Käse bestreuen. Die Form jetzt wieder in den Backofen. Das ganze solange wiederholen, bis der Teig leer ist.
  7. Die oberste Schicht mit den Zwiebeln belegen und die Butter aus der Pfanne drüber fliessen lassen und noch einmal zum überbacken für knapp 5 Minuten in den Backofen. Der kann dazu gerne auch noch auf 250°C aufgeheizt werden.

Wir essen das ganze meistens so (ohne Beilage) und es kommt auch beim Nachwuchs immer super an. Die Kombination mit dem Aachener Printen Gulasch ist allerdings auch super (dann natürlich die Spätzle ohne Käse und Zwiebeln machen… Statt dessen habe ich ein wenig zerlassene Butter zwischen die einzelnen Lagen geschüttet).


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Geschrieben am Samstag, 11. Mai 2013 von Michael J. Simons in Rezepte und verschlagwortet mit