14. Oktober 2009

Soziale Netzwerke

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michael auf dailyfratze.de, michael.simons.ac auf facebook, rotnroll666 auf myspace: Alles Accounts auf sozialen Netzwerken.

Dailyfratze, meine eigene Community und von den 3 genannten für mich sicherlich am sozialsten. Fast alle Benutzer kenne ich persönlich, letztes Jahr haben wir z.B. ein bisschen Weihnachten gefeiert, dieses Jahr meinen 30. Geburtstag.

Facebook: Sehr groß, sehr amerikanisch, aber technisch ziemlich eindrucksvoll gemacht finde ich.

MySpace: Bunt, laut und schrill.

Dailyfratze kann ich natürlich nur sehr subjektiv betrachten, immerhin habe ich das Dingen geplant, entworfen und realisiert, bin aber nach wie vor überzeugt vom Konzept. Da mache ich natürlich aus eigenem Antrieb mit, mein Leben mit einem täglichen Foto zu dokumentieren.

Facebook wollte ich eigentlich nie so wirklich, bis ich mir dann mal die Zeit genommen habe, mich mit den Funktionen zu beschäftigen. Der Anlass war eigentlich simpel: Die Kommunikation für unser 10-jähriges Abitur Treffen lief halt teilweise darüber.

Was mich begeistert, ist die Tatsache, dass es zwar eine sehr große Anzahl Applikationen für Facebook gibt, sich durch die API und die Vorgaben der Betreiber dennoch einheitliche und strukturierte Profilseiten ergeben. Gut gefällt auch, dass eigentlich alles kommentiert und mit allem anderen in Zusammenhang gebracht werden kann. Schrecklich nervend hingegen sind die ganzen dämlichen Quizzes und Minispiele. Zum einen interessieren die Ergebnisse doch nicht wirklich, zum anderen bin ich da sehr, sehr skeptisch, wenn ich sehe, dass die meisten vollen Zugriff auf die Profildaten fordern… Die Facebook API ist diesbezüglich sehr mächtig und ich möchte eigentlich ungern meine Profildaten durch den Betreiber von einem 5 Minuten Spielchen an 3. weitergegeben sehen.

Tja, MySpace: Dort habe ich mich angemeldet, weil ich von einem Freund nur die “MySpace URL” und keine Emailadresse bekam. Mittlerweile habe ich dort auch einige “Freunde”, aber langfristig ist mir das im ganzen zu bunt, zu laut und aufdringlich. Eigene Profilthemes können ja in begrenztem Rahmen nett sein, aber die Art und Weise, wie sich MySpace präsentiert ist nicht meine Welt.

Mittlerweile sind diese ganzen Netzwerke auch in den Massenmedien angekommen (nun gut, Dailyfratze jetzt nicht unbedingt) und dementsprechend gibt es auch viel Kritik. Einiges davon kann ich gut verstehen, z.B. den allzu sorglosen Umgang mit seinen Daten.

Andererseits schätze ich die Möglichkeit, mit einigen Menschen auf einfachem Weg in Kontakt zu bleiben. Dabei ist es mir allerdings wichtig, diese Menschen tatsächlich in der einen oder anderen Form persönlich zu kennen. Demzufolge bleibt es denn auch bei übersichtlichen Profilen und ich werde nicht jeder Band dieses Planetens in diversen Netzwerken folgen oder sie adden.

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8. September 2009

Politikverdrossenheit

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Deutschland hat 2009 einiges zu tun, “wir”, “das Volk”, muss einen ganzen Batzen Demokratie abarbeiten: Europawahl, Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen.

Nachdem es zur Europawahl einen Meterlangen Stimmzettel gab, hatten wir hier in Aachen zur Kommunalwahl direkt 5 Stimmzettel: Jeder nur ein Kreuzchen, auf einem Stimmzettel. Wir haben gewählt: Städteregionstag, Städteregionsrat, Stadtrat, Bezirksvertretung und den Oberbürgermeister.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 53%, was ich für erstaunlich wenig halte. Ich dachte immer, die Kommunalpolitik ist den Menschen näher als die “ferne” Bundesregierung…

Den etablierten Parteien fällt in Anbetracht der sinkenden Wahlbeteiligung tatsächlich nicht mehr ein, als mit Hochglanzplakaten (Wahlweise Titten, Arsch oder ganz dummen Motiven), Worthülsen oder unterirdischen und unerträglichen Reden wie die von Frau von der Leyen oder Herrn Rüttgers auf Stimmenfang zu gehen.

Ebenfalls schlimm finde ich den Umgang der Politiker untereinander: Als ich das letzte Mal in den Kalender schaute, war mir, als hätte die aktuelle Regierung noch einen Regierungsauftrag. Warum zur Abwechslung nicht mal die Kräfte bündeln, die man jetzt aufbringt, einander zu beschimpfen und die Koalition in Frage zu stellen, und mit diesen noch etwas bewegen.

Mir ist bewusst, dass Medien nutzen und benutzen… Kein Wahlkampf wird heute mehr ohne die großen Presseorgane des Landes gemacht. Warum nicht mal etwas anderes versuchen und dagegen wirken? Ist es dann wirklich von immanentem Staatsinteresse, wenn ein Minister einen Dienstwagen auch für Privatfahrten benutzt? Wenn ja, dann muss man die gleiche Frage an unzählige Manager, Mittelständler und andere Personen stellen und jeden an den Pranger stellen, der schon mal vom Arbeitsplatz ein privates Telefonat geführt hat. Statt dessen hätte man ja zum Beispiel auch über den Deutschland Plan vom Steinmeier diskutieren können. Aber hey, das Dingen hat 67 Seiten… Zuviel für eine Schlagzeile in 36 Punkt.

In meinen Augen lenkt das mittlerweile allgegenwärtige Rauschen von irgendwelchen austauschbaren Gesichtern auf irgendwelchen Plakaten nur noch von der tatsächlichen Politik ab.

Sich informieren über die Parteien in seinem Umfeld sollte ein Schritt sein. Danach: Wählen gehen. Und wenn man sich wirklich nicht entscheiden kann, dann bitte lieber den Stimmzettel ungültig einwerfen als die Stimme nicht abgeben. (Leider?) kann man durch einen ungültigen Stimmzettel die Wahl genauso gut bzw. eben genauso schlecht beeinflussen, wie durch Stimmenthaltung. Ein ungültiger Stimmzettel wird nicht der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen zugerechnet und führt damit ebenso wie eine Enthaltung zur Verschiebung der relativen Anteile. Wieder etwas gelernt.

Das man etwas bewegen kann, sieht man in der Diskussion im Internet, am Erfolg der Piratenpartei oder auch in Monheim, wo PETO den Bürgermeister stellt.

Wenn ich es schon nicht schaffe, mich selber in einer Partei zu engagieren, so werde ich auch Ende September wieder versuche, mit zu gestalten.

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23. Juli 2009

Verrückte Welt

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Menschen versuchen zu regulieren, das Kinder zu Hause nackt rumlaufen (Ab wann braucht mein Kind ein Feigenblatt? oder besser geschrieben im Original When Do They Need a Fig Leaf?), Nacktheit wird zum Tabuthema für sich und den eigenen Nachwuchs, gleichzeitig muss es in den Medien immer mehr Nacktheit der wörtlichen Art als auch im übertragenem Sinne geben und vor die echten Probleme wird ein Stoppschild gestellt.

Warum ist es heutzutage so schwer, mal einfach “normal” zu bleiben und sich natürlich zu verhalten: Kinder mögen es halt oft, mal nackt rumzutollen und Doktorspiele zu spielen, so what? Warum schaut man sich die ganzen aufgeblasenen, angemalten, gemachten Popstars an und nicht mal den Partner oder Mitmenschen? Wenn es doch immer ganz schlimm ist, junge Menschen nackt zu sehen, warum tun ältere Leute alles dafür, wie Kinder oder Jugendliche auszusehen? Im Gesicht und am restlichen Körper, mal abgesehen von solchen abstrusen Ideen wie genial rejuvenation.

Auf der einen Seite FUD, auf der anderen Seite Gier nach immer mehr Jugendlichkeit.

Man könnte meinen, da steckt System hinter: Nacktheit ist nur dann ok, wenn damit ein kommerzieller Reiz ausgelöst wird.

Ach, ich weiß es nicht. Man sollte keine Nachrichten, Boulevardmeldungen oder ähnliches mehr lesen, irgendwie macht es traurig und niedergeschlagen. Schade, dass noch keiner der guten Schreiber im Internet den Ton der Lobbyisten getroffen hat und den Politikern die Augen für die wesentlichen Dinge und die tatsächlichen Probleme geöffnet hat.

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21. Mai 2009

ZAPP über von der Leyens Netzsperren

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Ich wollte eigentlich nichts über die geplanten Netzsperren in Deutschland schreiben. Ich habe die Petition unterzeichnet und wortgewandtere Menschen als ich haben schon viel drüber geschrieben, allerdings ist der Beitrag Heftige Proteste gegen Sperrungen im Internet des ZAPP Magazins im NDR absolut gut, fundiert und gut recherchiert. Er fasst alles zusammen, was im Moment in Deutschland passiert und langfristig zu chinesischen Verhältnissen in unserem schönen Land führen kann:

Besonders gut finde ich Christian Bahls Auftritt. Bahls hat den Verein “Missbrauchsopfer gegen Netzsperren” (MOGIS) ins Leben gerufen und bringt es auf den Punkt: “Es geht gar nicht um uns.” Er beschreibt es wie in der Familie, in der die Tat unter den Teppich gekehrt wird. Recht hat er.

Schaut euch den Beitrag an und wer es noch nicht getan hat, überlege sich doch, die Petition – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten zu unterzeichnen.

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14. April 2009

Mc Donalds

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Mampf, mampf – Bauch voll!
Mampf, mampf – Kopf leer!

Aus dem schönen Song Mc Donalds von Die Ärzte, zu finden auf der 5,6,7,8 Bullenstaat EP.

Gestern hatten meine Freundin und ich nach längerer Autofahrt wirklich Heißhunger auf Comfortfood, sind also in ein Restaurant besagter Kette eingekehrt und haben gedacht, setzen wir uns draußen hin.

Dumme Idee!

Mitten um die Spielgeräte für die Kinder ist ein einem Restaurant, das sich an alle möglichen Türen “Pro Kids” blah fasel schreibt, die einzige Raucherzone. Wir sind dann mit dem Essen nach wenigen Minuten zum Auto geflüchtet, so unerträglich wurde man dort von allen Seiten zugequalmt.

Mir ist es ja prinzipiell scheißegal, wenn sich jemand mit Zigaretten langsam oder schnell umbringt, ich selber kann gehen, aber warum zum Henker muss in einem Bereich geraucht werden dürfen, in dem Kinder spielen?! Ich verstehe es nicht…

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6. März 2009

Die Droge der Müden und Ermatteten

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Kaffee. Das erste Mal habe ich diese Bezeichnung beim Nachtwächter gelesen. Ist zwar schon eine ganze Zeit lang her, ist mir aber trotzdem im Gedächtnis geblieben.

All die harten Drogen, die man sich so reinfahren könnte, um wach zu werden und anschließend wieder runter zu kommen sind in den meisten Fällen wohl zu recht illegal, allerdings erzielen viele Menschen den gleichen Effekt mit “alltäglichen” Dingen.

Was den Kaffee angeht, gehöre ich wohl auch dazu: Ohne einen großen Becher Kaffee morgens gehe ich nicht aus dem Haus. Seit einigen Jahren erfülle ich darüber hinaus wohl auch noch ein Klischee, was Softwareentwickler betrifft: Relativ ungehemmt trinke ich im Laufe des Tages mit Sicherheit im Schnitt einen Liter Kaffee oder mehr.

Die Quittung in den letzten 2, 3 Jahren: Immer flacheren Schlaf, immer größere Einschlafprobleme. Ich hab es mal einige Zeit mit Baldrian und so’m Zeugs versucht, aber bevor man sich da versieht, ist man im Grunde genommen in der gleichen Spirale wie ein Junkie: Morgens wach werden, abends runterkommen. Scheiße ist das.

Vor einigen Monaten habe ich dann mal für 2 Wochen ganz auf Kaffee verzichtet und leider Gottes, es ist ja wirklich wie Entzug: Am ersten Tag dachte ich noch, die Kopfschmerzen am späten Vormittag wären ein Zufall, am zweiten konnte ich mir das nicht mehr einreden. Ich hab’ das dann auch relativ schnell wieder sein gelassen.

Letzten Monat habe ich dann für mich beschlossen: Morgens bleibt es bei meinem Becher und das reicht dann für den Rest des Tages. Und guess what: Keine Kopfschmerzen und keine Schlaflosigkeit.

Ich schlafe wieder ganz normal ein und vor allen, schlafe durch. Wie geil ist das denn bitte schön?

Natürlich gibt es auch “negative” Seiten: Ich bin nach 8 Stunden Arbeit wirklich hundemüde. Aber wer bin ich eigentlich, dass ich mir von unserer “Jung, schnell, schön, dynamisch” Gesellschaft diktieren lassen muss, dass das nicht mein gutes Recht ist?

Und was fehlt mir? Gar nichts Die “Kaffeepause” zwischen durch? Pff, kann auch Wasser oder Saft trinken. Ist schlussendlich wie beim Bier in geselliger Runde: Zuerst wundern sich alle, dass man Apfelsaftschorle bestellt, dann gibt’s ein paar blöde Sprüche und gut ist. Und zum Festhalten brauche ich die Tasse am Schreibtisch wohl auch nicht.

2009 mit seinen 3 “Freitag der 13.” war bis jetzt in mancherlei Hinsicht wirklich noch kein gutes Jahr, aber diese bewusste Entscheidung war für mich wirklich viel wert und ich kann nur jedem raten, das mal bei sich selber zu probieren, wenn er die Eingangs geschilderten Probleme kennt.

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Aktuell benutzte Tags: Gesellschaft

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  2. Grinderman - Go Tell The Women
  3. Nick Cave & The Bad Seeds - Jesus Of The Moon
  4. Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!
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  6. Various - Springtimes
  7. Rea Garvey - Anna & Ludo / Hold Me Now
  8. Various - Is It Love
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  10. Farin Urlaub Racing Team - Insel