29. März 2007
Bereits seit Dezember kann man sich das fantastische Lied Reden auf Eric Fish’s Homepage laden.
Leider ist dieses Lied dann auch schon der Höhepunkt des Albums, das letzten Monat erschienen ist. Besser wird es leider nicht.
12 Tracks, Spielzeit rund 46 Minuten kommen daher in einem schönen Digipack. Der erste Song, Steh auf! rockt, hat einen direkten Text und macht einen guten, ersten Eindruck. Danach folgt Reden, was musikalisch trotz nettem Übergang nicht wirklich passt, was dem Lied aber keinen Abbruch tut.
Es folgen zwei sehr durchschnittliche Stücke, Willst Du wirklich? sowie Geld. Ersteres gab es unter anderem Namen und in besserer Form als Anders sein auf dem ersten Album Live: Auge in Auge. Zum Thema anders sein lass ich hier mal einen Link zu Stein des Anstosses von Farin Urlaub springen. Das Lied rockt, in jeglicher Form: Farin Urlaub – Stein des Anstosses.
Die Aussage von Geld ist natürlich wahr, Geld und besonders die Jagd danach, fängt jeden Traum ein und kann das Leben ruinieren. Aber ohne ist es halt auch nicht schön. Kann man drüber streiten, aber das Lied funktioniert schon von der Musik her nicht… Der Refrain ist eine Katastrophe.
Nach dem Zocker wird es dann abgedreht. Was immer Du willst, Sonnenkalt und Lass uns teilen find ich schlichtweg nicht gut. Vermutlich bin ich zu doof für die Texte, aber ich hab schon im Deutschunterricht nicht allzu gerne Interpretationen geschrieben. Wer das mal selber nachlesen will, der kann das z.B. hier tun.
Zum Ende des Albums wird es in meinen Augen dann allerdings wieder richtig gut. Vergebung kann man auch ohne Drogen verstehen und Im Schmutz und Prinzessin auf der Erbse machen richtig Spaß. Ein langer Weg sticht zum Schluss hervor, zumal Gerit und Uwe auch längere Gesangparts bekommen. Der Titel spielt natürlich auf “A long way to the top” an, genau wie der restliche Text auch.
Leider klingen die meisten Lieder recht ähnlich, nur das erste Lied hat einen mitreissenden, nonverbalen Refrain, die meisten anderen plätschern so vor sich hin. Wäre nur die Musik, könnte man die CD so nebenbei laufen lassen.
Wäre interessant zu wissen, wie das Album live rüber kommt, aber ich war nicht der einzige, bei dem es nicht so richtig mit einem Konzertbesuch klappte.
Wer sich das erste Fish Album kauft, ist meines Erachtens mit Auge in Auge und dem Zwilling besser bedient. Das vierte Album, “Zugabe”, gibt es leider nur auf Konzerten und ich glaube, es ist dort auch bereits ausverkauft. Ansonsten kann man sich auf MySpace auch ein Bild von Erics Musik machen.
Alles in allem freue ich mich auf die nächste Chance, Eric live zusehen, auch wenn das Album nicht meine hohen Erwartungen erfüllt hat.