Der Sommer wird teuer.
250m von meinem Büro entfernt eröffnet gerade eine Häagen Dasz Filiale. Großartig.
250m von meinem Büro entfernt eröffnet gerade eine Häagen Dasz Filiale. Großartig.
Das neue Album von Nick Cave & The Bad Seeds bereits vor Veröffentlichung hier komplett anhören. Danke an Lahnix für den netten Hinweis. Großartig
Gestern Abend über diesen Post bei Tante gestolpert, Links in den Kommentaren verfolgt, mich wieder aufgeregt, ins grübeln gekommen und anschließend Musik gehört:
Du hast nur dies eine Leben,
wenn’s vorbei ist, ist’s vorbei.
Nimm’s nicht so schwer – denn das Wichtigste ist doch:
du hattest eine schöne Zeit – eine herrliche Zeit.Klammer dich nicht so an gestern.
Heut ist auch ein schöner Tag.
Hab keine Angst – es könnte sehr viel schlimmer sein.
Schließ die Augen und sei stark.
Die Ärzte (Farin Urlaub) – Vorbei ist Vorbei
Meine Meinung dazu: Wenn mehr Menschen im hier und jetzt leben würden und sich darum sorgen täten, das man zusammen jetzt eine gute Zeit hat, würde es einiges an Ärger und Problemen weniger geben. Das Leben hin auf ein wie auch immer geartetes Versprechen einer Erlösung (von was eigentlich? Vom Leben? Davon möchte ich eigentlich nicht erlöst werden) ist sinnlos.
Dann noch Motörhead – Bad Religion sowie Motörhead – God was never on your side und dann fühlte ich mich wieder etwas wohler.
Bad Religion, Bad Religion
I need no gods or devils, I need no pagan rights
Bad religion, Bad religion
I need no burning crosses to illuminate my nights
Motörhead (Lemmy Kilmister) – Bad Religion
Man kann auch ohne Gewalt seine Meinung vertreten. Und Gewalt manifestiert sich nicht nur in physischen Taten.
“Wir haben lange diskutiert, was wir auf dieser Tour, die in der Fastenzeit stattfindet, weglassen: Das Bier behalten wir, nur die Stromgitarren bleiben zu Hause.”
Die Letzte Instanz geht auf “Unplugged” Tour und hat sich dabei die Unterstützung von Frau Schmitt (Subway To Sally) an der Geige und Anna Kränzlein (Schandmaul) an der Bratsche gesichert.
Unpluggedtouren bzw. Tour mit größere Band, sprich Orchester, von Gothic- und Mittelalterrockbands sind ja seit einiger Zeit schwer angesagt. Schandmaul traten sowohl vor 3 Jahren mit Orchester als auch unplugged auf, Subway To Sally spielten 2006 eine Akustiktour und Eric Fish ist mit seinem Folkrock generell ohne viel Strom unterwegs. Scheinbar kommt die reduzierte Art der Musik gut an, ist sie doch tatsächlich in gewisser Weise ehrlicher als das meiste überproduzierte Material der Charts.
Tatsächlich bin ich eigentlich nur Annas wegen aus Aachen nach Bochum gefahren (und habe mich dabei über hoffnungslos veraltete Karten des Firmennavis geärgert), mit der Brachialromantik der Letzten Instanz kann ich ehrlich gesagt, nicht allzuviel anfangen, für mich zu sehr Gothic. Nichts desto trotz haben sie einige Songs im Reportaire, die ich sowohl letztes Jahr in Trier als auch am gestrigen Abend sehr schön fande.
Nach zig Jahren betrat ich gestern also mal wieder eine Kirche für etwas anderes als eine Besichtigung. Schön sind sie ja, die Gotteshäuser, zumindest einige von ihnen. Die Christuskirche in Bochum gehört mit ihren klaren Linien definitiv dazu und bot für das Konzert einen angenehmen Rahmen mit – wie ich fande – sehr gelungener Akkustik.
Ich weiß nicht, ob die Bochumer sehr gläubig sind, zumindest haben wir keinen Bochumer gefunden, der uns sagen konnte, welche der zahlreichen Kirchen im Zentrum die Christuskirche war. Nachdem uns dankenswerter Weise eine andere Konzertbesucherin vom Weg in die falsche Richtung abgehalten hat, mußten wir dann feststellen, dass die Kirche zumindest am gestrigen Abend ausgesprochen voll war, die Plätze in den vorderen Reihen konnten wir uns abschminken, obwohl wir gut eine dreiviertel Stunde zu früh da waren.
Anna betrat pünktlich um 20:00 zusammen mit ihrer männlichen Unterstützung Michael und Specki von der Instanz die Bühne und wurde sehr charmant von Holly angekündigt.
Da ich die letzten Wochen irgendwie nur fastforward gelebt habe waren die rund 40 Minuten Auftritt von Anna eine Wohltat: Einfach entspannend bei schöner Musik, das einzige das dabei störte, waren die harten Holzbänke.
Leicht umarrangiert, etwas rockiger wurden fast alle Stücke vom Neuland präsentiert. Teilweise sehr jazzig, durch die Bank weg spannend und interessant; ich muß mich wiederholen, es ist faszinierend, was in Musik steckt, die nicht immer ans gleiche “Strophe, Refrain, Strophe, Bridge, Refrain Feierabend Schema” gebunden ist. Wahrscheinlich gefallen mir im Moment aus dem gleichen Grund viele instrumentale, klassische Soundtracks so gut.
Das Schöne an Annas Auftritt: Er war wirklich komplett akkustisch, ohne E-Bass oder Keyboards. Nichts desto trotz gingen Stücke wie “Dügün” direkt ins Blut.
Bei den Schandmaulkonzerten steht natürlich Thomas bei den Ansagen im Vordergrund, gestern kam man dann in den Genuß Annas witziger und irgendwie niedlicher Ansagen, in denen sich schon ein Stück weit Nervosität wiederspiegelte. Von meinem laienhaften Standpunkt aus gesehen: Sie war unbegründet.
Bedauerlicherweise mußte wir ansonsten auf Annas Stimme verzichten, die beiden Stücke “Habanera” aus Carmen und “Che faro” aus Orpheus und Euridice fanden es nicht auf die Bühne. Gerade letzteres hätte ich gerne einmal live gehört, ist es doch eines meiner Lieblingslieder auf Neuland.
40 Minuten sind schnell rum, nach weiteren 15 Minuten betrat dann die letzte Instanz inklusiver Unterstützung die Bühne. Das Konzert war sicherlich gelungen, allerdings nicht wirklich meine Welt, zu “romantisch”, zu sehr gothic, aber das ist halt Geschmackssache. Tatsächlich sehr gut gefallen haben mir die Interpretationen von “Ohne Dich”, “Jeden Morgen”, “Das Stimmlein” und ganz groß mit Gänsehaut und allem, “Wir sind allein”. Durchaus erwähnenswert bleibt die Version von Dawid Bowies Heroes, Helden, die ich tatsächlich dann besser fand als die Apocalyptica Version mit Till Lindemann von Rammstein.
Gegen 23:00 war dann endgültig Feierabend. Ich habe mich total gefreut, noch ein paar Worte mit einer äußerst charmanten Anna wechseln zu können, was man mir auch nur unwesentlich auf diesem Foto auf Daily Fratze ansieht. Find ich großartig, dass sich die Musiker Zeit für ihre Fans nehmen (gilt natürlich auch für die netten Jungs von der letzten Instanz).
In dem Sinne freue ich mich jetzt schon auf einige weitere Schandmaulkonzerte dieses Jahr und auch gerne auf ein Wiedersehen mit Anna und ihrem Soloprogramm.
Zum Schluss noch einige weitere Impressionen vom , die man durch Klicken vergrößern kann. Zu den Bildern möchte ich gerne noch sagen: Wenn jemand die in Originalgröße und ohne mein Planet-Punk.de im Bild haben möchte, einfach einen Kommentar hinterlassen oder eine Email schreiben, ich verschicke die dann gerne. Die Bilder können auch auf anderen Seiten verwendet werden, wenn man einfach so fair ist und vorher mal nachfragt und nicht einfach hotlinked.
Mehr Informationen findet man in den im Text verlinkten Artikeln sowie auf folgenden Seiten:
Warum muß ich eigentlich beim Albumtitel “Weisses Lied” ständig an blaues Licht und die Frage, was das denn macht denken? Hilfe, ich bin Popkulturgeschädigt.
Vor ein paar Tagen flatterte mir eine hübsch anzusehende, schwarz/grün/weiß gestaltete CD der bayerischen Punkformation Cashless ins Haus. Das ganze trägt den Titel Living Between The Lines und macht rund 40 Minuten Musik.
Nach Crossover, leichter Klassik und A cappella ist Living Between The Lines noch einmal eine CD, die perfekt in den Rahmen dieses Blogs passt: Zwar eindeutig als Punk / Punkrock zu erkennen, aber weder eintönig noch engstirnig.
Der Sound der 13 Stücke samt Intro und Zwischenspieldingens klingt wie eine Mischung aus Dropkick Murphys (ohne die ganzen traditionellen Instrumente) und Green Day zu Dookie Zeiten und hebt sich deutlich vom Punk im Stil 1980ziger Jahre wie z.B. Freibeuter AG und Abwärts ab. Dementsprechend sind auch die Texte weniger drastisch sozialkritisch und anarchistisch, was mich allerdings nicht davon ab hält, Spaß mit der Musik zu haben.
Cashless singen bis auf ein Stück Englisch, warum eigentlich? Ich schätze mal, das Potential im Ausland ist vermutlich einfach größer, laut Info trat die Band bereits in Australien mit ihrem Material von 2 weiteren Alben auf. Überhaupt, man hört den Songs an, dass nicht irgendwelche zusammengecasteten Menschen Musik nachspielen, sondern Musiker bereits zusammen Erfahrung gemacht und Musik machen. Diese Erfahrung ist zum Teil wohl auch Resultat der Konzerte mit den Donots, Lagwagon und Rise Against, Hut ab.
Besonders im Ohr geblieben sind mir die Stücke “What I Believe In”, “Partner in Crime”, “Dance With Me” sowie das einzig ruhig gehaltene Stück, die Halbballade “Tame”.
Generell kann ich das Album empfehlen, bahnbrechende musikalische Entwicklungen darf man zwar nicht erwarten, aber die Musik ist zum einen gut und zum anderen vor allen Dingen selber gemacht und ordentliche produziert. Aus Bayern kommen in der Tat nicht nur seltsame Politiker, sondern die eine oder andere gute bis sehr gute Band
Living Between Lines erscheint am 28.03.2008 auf My Redemption Records, in der Zwischenzeit kann man sich wie heutzutage ja üblich, auf Myspace einige Titel der vorherigen und des aktuellen Albums anhören.
Alternativ kann man sich Cashless an folgenden Terminen live anschauen:
Wer mehr über Cashless wissen möchte:
Da schau ich so nichtsahnend in meine Charts und was seh ich da?
Ja genau, eine Castingshow Gewinnerin (Stefanie Heinzmann) sowie ein Musikpreisshowmitmacher, nämlich Peilomat. Zu ersteren muss ich sagen, ich schäme mich. Ein bisschen. Na ja, eigentlich nicht. Irgendwie ist mir der Song “My Man Is A Mean Man” im Ohr geblieben, schlimm, ist aber so. Gut, dem Raab muß man zugestehen: Er schreibt bessere Songs als der Bohlen, wobei man das vermutlich auch von einer mittelmässig begabten Herde Kühe sagen kann.
Peilomat sind beim Bundesvision Song Contest aufgetreten. Da habe ich auch zum ersten Mal ihren Song “Jenny” gehört, den man bei MySpace kostenlos laden kann, zumindest wenn man dort einen Account hat. Mich erinnert das irgendwie an Die Ärzte mit ihren Moskitosongs über Gabi und Uwe.
Witzigerweise meinte meine Freundin dann noch, dass der Sänger der Band eine Jahrgangsstufe höher auf ihrer Schule war.
Alles in allem, gefällt mir die Musik so gut, dass ich Peilomat mal in meine Konzertliste (auf der rechten Seite, unter “Konzerte & Tourneen…”, siehe hier) aufgenommen habe und auch zu einem Termin in Köln dabei sein werde.
Zum Bundesvision Song Contest: So gerne ich Eric Fish und Subway To Sally mag und höre, mit “Auf Kiel” haben sie meiner Meinung einen der schwächsten Songs des aktuellen Albums für den Contest gewählt, der für mich nicht wirklich besser als “Jenny” ist. Ich freu mich zwar für die Band, die sich seit Jahren den Arsch abspielt über den Sieg bei dieser Veranstaltung, aber ich denke, da waren der hohe Bekanntheitsgrad in der dunkleren Szene eher ausschlaggebend.
Was haben wir da noch: Vorgestern erst erschienen, das großartige “Dig, Lazarus, Dig!!!” von Nick Cave & The Bad Seeds. Was macht mir der Song gute Laune. “Die This Way” ist ebenso wie “Hide Your Tears” vom Dexter Soundtrack, zwei sehr unterschiedliche Tracks, aber beide empfehlenswert.
Beinah an mir vorbeigegangen wäre “Someone To Die For” vom Spider Man 2 Soundtrack. Brian May ist fast wie immer unverkennbar und auch unverkennbar gut. Leider ist der Song auch im iTunes Musikstore nur mit dem restlichen Album zu bekommen. Warum bloß? Der Rest ist Durchschnitts “Inspired from” Musik, mit Außnahme zweier Danny Elfman Stücke, die leider nicht weiter im Ohr hängen bleiben.